GesundheitAntivitamine: In diesen Lebensmittel sind die Vitamin-Antagonisten enthalten

Wer zu viele Antivitamine zu sich nimmt, also Stoffe, die die Wirkung von Vitaminen negieren, riskiert einen Vitaminmangel. Der kann wiederum diverse Krankheiten auslösen. Doch in welchen Lebensmitteln verstecken sich Antivitamine?

Antivitamine - auch Vitaminantagonisten genannt - heben im Körper die Wirkung von Vitaminen auf.

 

Vitaminmangel: Welche Symptome treten auf?

Das kann zu Vitaminmangel und den damit verbundenen Symptomen führen, u.a.:

  • Vitamin A-Mangel: z.B. Nachtblindheit, trockene Augen, trockene Haut, trockene Schleimhäute
  • Vitamin B1-Mangel (Thiamin): neurologische Störungen, Herzmuskelschwäche, Muskelschwund, Stoffwechselkrankheiten
  • Vitamin B2-Mangel (Riboflavin): z.B. Abgeschlagenheit, Hautschuppung, raue Haut, Entzündungen (v.a. Zunge, Mundschleimhaut), Kopfschmerzen
  • Vitamin B3-Mangel (Niacin): z.B. Appetitlosigkeit, Schwäche, Hautentzündungen, Durchfall
  • Vitamin B5-Mangel (Pantothensäure): z.B. Schwindel, Bauch- und Magenschmerzen, Schluckbeschwerden, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen
  • Vitamin B6-Mangel: z.B. schuppige Hautausschläge, Akne, eingerissene Mundwinkel, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Unruhe
  • Vitamin B7-Mangel (Biotin): z.B. Haarausfall, brüchige Nägel, gerötete Haut, trockene Haare, Muskelschmerzen, Antriebslosigkeit, Gewichtsverlust
  • Vitamin B9-Mangel (Folsäure): z.B. Blässe, Vergesslichkeit, Stimmungsschwankungen
  • Vitamin B12-Mangel (Cobalamin): z.B. Blutarmut, Nervenschäden, Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, depressive Verstimmungen
  • Vitamin C-Mangel: z.B. körperliche Schwäche, Gelenkschmerzen, Schwermut, Verspannungen, Wadenkrämpfe, geschwächtes Immunsystem, Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Wundheilungsstörungen
  • Vitamin D-Mangel: z.B. schwache Knochen, Müdigkeit, schlechte Stimmung, Depressionen, nachlassende Leistungsfähigkeit, Fibromyalgie, Osteoporose
  • Vitamin E-Mangel: z.B. verlangsamte Reflexe, Muskelzucken, Zittern, Konzentrationsschwäche, Sehstörungen
  • Vitamin K-Mangel: z.B. Blutungsneigung, erhöhter Blutverlust bei Verletzungen
 

Welche Antivitamine gibt es?

Zu viele Antivitamine nimmt man auf, wenn man sich einseitig ernährt - sei es aufgrund einer Mono-Diät, einer Krankheit oder einer ausschließlichen Vorliebe für bestimmte Nahrungsmittel.

Vitaminantagonisten kommen in Nahrungsmitteln, Medikamenten und Drogen vor. Die wichtigsten Antivitamin-Reservoirs im Überblick:

Antivitamin zu Vitamin A

Antagonisten von Vitamin A sind vor allem Medikamente wie z.B.

Weitere Ursachen für Vitamin A-Mangel sind Stress, Krankheiten (v.a. Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Arthritis, Krebs), Umweltgifte, Rauchen und starkes Sonnenlicht.

Antivitamin zu Vitamin B1

Antivitamine zu Vitamin B1 sind z.B. Thiaminasen, Pflanzenbestandteile und Alkohol. Folgende Lebensmittel hemmen die Aufnahme des Vitamins:

Auch die Anti-Baby-Pille, zu viel Stress, säurebindende Medikamente, Zigaretten und Leistungssport kann den Vitamin B1-Speicher des Körpers leeren.

Antivitamin zu Vitamin B2

Das Vitamin B2 hat in dem Sinne keinen bekannten Antagonisten. Allerdings kann vegane Ernährung zu einem Vitamin B2-Mangel führen.

Antivitamin zu Vitamin B3

Antagonisten zu Vitamin B3 stecken in erster Linie in

Zudem kann ein Mangel an Vitamin B3-reicher Lebensmittel (z.B. Speisekleie, Hühnerleber, Erdnüsse, Rindfleisch) zu Mangelerscheinungen führen.

Antivitamin zu Vitamin B5

Die Aufnahme des Vitamins B5 hemmen vordergründig

  • Alkohol
  • radikale Diäten
  • chronische Darmerkrankungen.

Antivitamin zu Vitamin B6

Die Antivitamine Linatin, Mimosin und Beta-Cyanoalanin heben die Wirkung des Vitamin B6 auf. In folgenden Lebensmitteln steckt mindestens einer dieser Antivitamine:

Antivitamin zu Vitamin B7

Die Antagonisten zu Vitamin B7 (Biotin) heißen Avidin und Niacin (= Vitamin B3!). Sie sind u.a. enthalten in:

  • Eiklar (roh)
  • Mais
  • Hirse

Antivitamin zu Vitamin B9

Vitamin B9, also Folsäure, hat kein konkretes Antivitamin. Viel mehr kann die Lebensgestaltung einen erhöhten Bedarf des Vitamins erfordern und somit schnell zum Mangel führen. Folgende Ursachen kann ein Vitamin B9-Mangel haben:

  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Sport
  • Stress
  • Wachstum
  • Krankheiten (z.B. Niereninsuffizienz)

Auch Alkohol und Arzneien, wie z.B. Abführmittel oder Chemotherapie, können einen Folsäure-Mangel begünstigen.

Antivitamin zu Vitamin B12

Damit der Körper Vitamin B12 optimal verwerten kann, benötigt er bestimmte Transportmoleküle. Wer gegen diese Moleküle eine Autoimmunreaktion zeigt, entwickelt einen Vitamin B12-Mangel.

Antagonisten des Vitamin B12 stecken in

Auch Magen-Darm-Erkrankungen sowie Schäden an Leber und Bauchspeicheldrüse, Bandwürmer sowie Gastritis und Morbus Crohn führen zu einer Aufnahmestörung des Vitamin B12.

Antivitamin zu Vitamin C

Wer Vitamin C-reiche Lebensmittel zu sich nimmt (z.B. Paprika, Zitrusfrüchte, Grünkohl) deckt noch lange nicht seinen Vitamin C-Bedarf. Denn die Aufnahme das Vitamins kann gehemmt werden, etwa durch

  • ungünstige Lagerung des Lebensmittels, sodass der Vitamin C-Gehalt sinkt
  • ungünstige Zubereitung des Lebensmittels, sodass der Vitamin C-Gehalt sinkt

Zudem benötigen Schwangere und Stillende, Senioren und Kinder, Sportler und Gestresste, sowie Kranke eine extra Portion Vitamin C, um keinen Mangel zu erleiden.

Antivitamin zu Vitamin D

Vitamin D nehmen wir vor allen Dingen über die Sonneneinstrahlung auf. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, hat ein erhöhtes Risiko zum Vitamin D-Mangel. Denn neben der Sonne, ist Fisch ein essenzieller Vitamin D-Lieferant. Und: Wer zu wenig Fett aufnimmt, kann das Vitamin D ebenfalls nicht optimal speichern und verwerten.

Quasi-Antagonisten zu Vitamin D können Krankheiten sein, wie z.B. Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, welche die Aufnahme hemmen.

Antivitamin zu Vitamin E

Neben Alkohol und Zigaretten können auch Krankheiten wie Pankreatitis oder Morbus Crohn zu einem Mangel an E-Vitamin führen. Auch Schlafmangel, Sport und psychische Belastungen können die Vitamin E-Aufnahme hemmen.

Antivitamin zu Vitamin K

Antivitamine von Vitamin K sind Dicumarol (enthalten in Medikamenten gegen thrombotische Erkrankungen), Lapachol, Vitamin A und Vitamin E.

  • Viel Vitamin A ist z.B. enthalten in Grünkohl, Spinat, Karotten, Süßkartoffeln, Thunfisch.
  • Viel Vitamin E ist z.B. enthalten in Vollkornprodukten, Nüssen, Pflanzenölen.

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