Gesunde Heilpflanze

Koriander: So gesund ist die Wirkung des Wunderkrauts

Ist Koriander gesund? Zumindest scheint es das zu sein, wenn du den vielen Quellen im Internet glauben magst. Wir haben für dich alles über Koriander-Wirkung, Inhaltsstoffe, Verwendung, Nebenwirkungen und den beliebten Koriandertee herausgefunden. Das Resultat unserer Recherche ist erstaunlich.

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Koriander - gesunde Kräuter mit wundersamer Wirkung? Wir sind dem mal auf den Grund gegangen und haben für dich herausgefunden, was die Inhaltsstoffe können und wie du Koriander verwenden kannst - ganz egal ob zum Kochen oder als Tee.

Koriander: Gesunde Kräuter mit langer Geschichte

"Koriander ist doch gesund!" - diesen oder ähnliche Sätze hören vor allem Leute, die dem ungewöhnlichen Geschmack der Kräuterpflanze eher wenig abgewinnen können. Denn ganz egal, wie gesund das Gewürz auch sein mag - beim Geschmack scheiden sich am Ende die Geister. Heilpflanze hin oder her, schon die Ägypter haben Koriandersamen in der Pflanzenheilkunde benutzt. Doch warum hat es Coriandrum sativum - so der lateinische Name der Pflanze Echter Koriander - so unglaublich schwer bei uns?

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Wie gesagt, das ist schnell abgehandelt - es ist der Geschmack. Koriander ist für viele Menschen in diesem Land eher ungewohnt, weswegen vorsichtig mit dem Kraut umgegangen wird. Es wird für diverse Rezepte verwendet, beispielsweise aus der asiatischen oder mittelamerikanischen Küche. Es ist außerdem Bestandteil von Currypulver und anderen Würzmischungen wie Garam Masala.

Doch vielen Menschen hierzulande schmecken die Gerichte nicht mehr allzu sehr, wenn zu viel frischer Coriandrum Spatium verwendet wird. Das typische Koriander-Aroma wird durch das Rösten des Gewürzes erreicht, da bei diesem Vorgang Pyrazinen entsteht, welches für den Geschmack sorgt.

Die Heilpflanze teilt in diesem Fall ihr Los mit der ebenfalls eher stark schmeckenden Petersilie. Tatsächlich sind die beiden aber nicht mal so weit voneinander entfernt, denn Koriander ist auch unter Namen wie Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Indische Petersilie oder Chinesische Petersilie bekannt. Ein anderer Name im englischen Sprachraum ist Cilantro. Auch optisch sind sich glatte Petersilie und Koriander recht ähnlich - Coriandrum sativum ist lediglich etwas dunkler. Dennoch gehören die beiden Pflanzen verschiedenen Gattungen der Doldenblütler an.

Bekannt ist Koriander allerdings schon sehr lange. Der lateinische Name leitet sich vom Geruch ab - "kóris" steht für "Wanze", "amos" bzw. "aneson" stehen für Anis oder Dill. Der wanzenartige Geruch und für manche seifenartiger Geschmack von Koriander ist auch der Grund, warum einige Menschen ganz und gar nicht auf die Heilpflanze stehen - egal ob als Tee oder Gewürz.

Mehrere Studien haben auch versucht zu ergründen, ob es womöglich eine genetische Ursache hat, warum manche Menschen einen regelrechten Hass auf die Pflanze haben. Sogar die New York Times berichtete schon über die Studien von Charles J. Wysocki am Monell Chemical Senses Center in Philadelphia.

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Koriander-Inhaltsstoffe: Was alles im Kraut steckt

Koriander hat viele verschiedene Inhaltsstoffe, die das Kraut für die medizinische Verwendung interessant machen - ganz abgesehen von der Verwendung als Gewürz.

Folgende Koriander-Inhaltsstoffe sind bekannt, wie u.a. das Gesundheitsportal der Republik Österreich schreibt:

  • langkettige Aldehyde: Decenal und Tridecenal - sind u.a. "Schuld" am von vielen Menschen verabscheuten Aroma

  • Linalool: macht laut Apotheken Umschau 60-75% des ätherischen Öls aus

  • Limonen

  • alpha-Pinen

  • beta-Pinen

  • Kampfer

  • gamma-Terpinen

  • Geraniol

  • Geranylacetat

  • Borneol

  • Coriandrin

  • Petroselinsäure

  • Ölsäure

  • alpha-Linolen: Omega-3-Fettsäure

  • Palmitinsäure

  • Cumarine

  • Eisen

  • Kalium

  • Vitamin A

  • Vitamin B2

  • Vitamin C

  • Vitamin E

Linalool, Limonen, die beiden Pinene, Kampfer und mehr sind Bestandteile des ätherischen Öls und werden aus den Koriandersamen bzw. Korianderfrüchten gewonnen.

Koriander: Wirkung durch ätherisches Öl mit Linalool

Während es auf das "Koriander-Gen" nur lose Hinweise gibt, sind andere Wirkungen unbestritten. Allen voran ist es das ätherische Öl im Koriander - auch ganz simpel Korianderöl genannt -, das eine heilende Wirkung hat. Aufgrund dessen ist es auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wie auch im Ayurveda-Kosmos willkommen.

Koriander-Wirkung und Koriander-Verwendung hängen eng zusammen. Zum einen wird Koriander gerne als Gewürz verwendet, zum anderen kommt die Heilpflanze aber auch in Form von Tee oder ätherischem Öl zum Einsatz. Von der Pflanze selbst verwendet werden die Samen, Blätter sowie in manchen asiatischen Ländern auch die Wurzel. Diese hat ein ähnliches Aroma wie die Blätter, ist aber ein bisschen schärfer. Spannend ist aber, wogegen Koriander so helfen kann und wie es wirkt.

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Folgende Koriander-Wirkungen sind bekannt:

  • antibakteriell: Forscher um die Wissenschaftlerin Fernanda Domingues von der Universität Beira Interior in Portugal fanden in einer Studie heraus, dass Koriander im Labor sogar gegen multiresistente Keime wie Staphylococcus aureus (Staphylokokken) wirken kann

  • antimykotisch: hemmt das Wachstum von Pilzen

  • krampflösend

  • verdauungsfördernd

  • appetitanregend

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Koriander: Gibt es Nebenwirkungen?

Koriander-Nebenwirkungen gibt es für gesunde Menschen eigentlich keine. Es gibt allerdings noch das aber, und das betrifft vor allem das ätherische Öl. Denn Allergene wie der Inhaltsstoff Linalool sorgen bei vielen Menschen für allergische Reaktionen, vor allem bei der Anwendung auf der Haut. Deswegen solltest du mit dem Korianderöl vorsichtig umgehen.

Die ätherischen Öle können bei Säuglingen und Kleinkindern zudem für Atemnot sorgen, wie die Apotheken Umschau anmerkt. Das passiert v.a., wenn Substanzen wie Menthol und Kampfer im Spiel sind. In diesem Fall geht es um das Kampferöl. Asthmatiker sollten zudem davon absehen, ätherische Öle zu inhalieren. Die weitere Anwendung von korianderhaltigen Heilmitteln sollte in diesem Fall mit der Ärztin besprochen werden. Licht und Koriandersaft in Kombination haben zudem Hautreaktionen zur Folge.

In der Schwangerschaft sollte es nur in seltenen Fällen zu Problemen bzw. Nebenwirkungen beim Verzehr von Koriander kommen. Zwar könnte es durch die krampflösende Wirkung theoretisch zu einer Kontraktion der Gebärmutter kommen, allerdings musst du dazu schon sehr viel Koriander essen. Wenn du dir unsicher bist, helfen dir Ärztin oder Apothekerin aber sicher gerne weiter.

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Koriander-Tee: Rezept zum Selbermachen

Für einen gesunden Koriander-Tee brauchst du nicht viel. Der Tee lässt sich einfach zubereiten - beim Geschmack musst du einfach für dich schauen, ob er dir schmeckt. Allerdings sollte er nicht regelmäßig angewendet werden, da sonst die Wirkung nachlassen könnte. In puncto Kräutertees gibt es ja zum Glück viele Alternativen, die auch bestimmte Wirkungen haben.

Diese Zutaten brauchst du für den eine Tasse Tee:

  • 1 TL frische Koriandersamen

  • kochendes Wasser

So funktioniert's:

  1. Koriandersamen zerstoßen.

  2. Mit kochendem Wasser übergießen.

  3. Tee je nach gewünschter Intensität 10-15 Minuten ziehen lassen.

  4. Abseihen und die gesunde Wirkung genießen.

Tipp: Du kannst den Tee auch mit 2 TL getrockneten Blättern machen und 10 Minuten ziehen lassen.

Artikelbild und Social Media: MmeEmil/iStock

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