Giftig?

Petersilie: Gesundes Heilkraut mit Nebenwirkungen

Ist Petersilie gesund? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben die Antwort zu Wirkung, Nebenwirkungen und mehr.

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Petersilie gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern, ist aber nicht immer gesund. Wann das der Fall ist, was du zu Wirkung und Nebenwirkungen wissen solltest und warum Petersilien in der Schwangerschaft problematisch sein kann, erfährst du hier.

Petersilie: Gesundes Küchenkraut mit Wirkung

Petersilie kennt jeder und es gibt sie in verschiedenen Formen. Sie wird sehr vielseitig verwendet und kommt in kalten wie warmen Gerichten zum Einsatz - ganz egal ob im Salat, auf dem Schnitzel oder in einer leckeren Suppe - den sie ist Bestandteil des klassischen Suppengrüns.

Grund für den vielseitigen Einsatz des gesunden Krauts ist sein leckeres Aroma - und die leichte Verfügbarkeit. Petersilie kann man leicht selbst anbauen, es gibt aber auch frische Petersilie auf dem Markt oder im Supermarkt, getrocknete und tiefgefrorene. Die Pflanze ist einfach überall zu haben und kommt deshalb ständig zur Anwendung.

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Petersilie hat den botanischen Namen Petroselinum crispum und kommt in verschiedenen Formen vor. In der Küche werden vor allem die Formen krause Petersilie und glatte Petersilie als gesundes Kraut verwendet. Hierbei handelt es sich um die unterschiedliche Form der Blätter, aber sie unterscheiden sich auch im Geschmack: das Aroma der glatten Petersilie ist deutlich intensiver. Aber auch die Petersilienwurzel wird neben den Blättern als Bestandteil von Suppengrün verwendet. In Form und Aussehen ähnelt die Wurzel einer Pastinake. Die Inhaltsstoffe von Wurzel und Blätter sind die gleichen.

Die Petersilie kommt eigentlich aus dem Mittelmeerraum und war ursprünglich vor allem im Maghreb heimisch, also in Marokko, Algerien und Tunesien. Allerdings kam sie auch in Jordanien vor. Deswegen ist sie vor allem in der Mittelmeerküche in allen möglichen Rezepten anzutreffen und wird zum Kochen verwendet. Ganz egal ob in Spanien, Italien, der Türkei, im Nahen Osten oder in Nordafrika. Alle Kulturen haben ihre Rezepte mit dem gesunden Kraut. Inzwischen hat sie sich die Petersilie aber fast überall in Europa und dem angrenzenden Asien einen Namen als Küchenkraut gemacht.

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Petersilie: Inhaltsstoffe des grünen Krauts

Ganz egal in welchem Rezept du die gesund Petersilie verarbeitest, hat sie verschiedene Inhaltsstoffe, die den Genuss gleich nochmal auf ein anderes Niveau heben. In den meisten Gerichten wird Petersilie allerdings nur kurz erhitzt oder erst nach dem Kochen als Garnitur oder Geschmacksträger dazugegeben, zum Beispiel beim leckeren Taboulé. Dafür werden die Blätter der Pflanze bspw. fein gehackt. Grund für die kurze Erhitzung ist, dass ansonsten das Aroma verloren ginge.

Doch was die Petersilien-Inhaltsstoffe und ihre Wirkung angeht, kann Petersilie so einiges. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die ätherischen Öle, die in vielen Küchenkräutern stecken. Ein Bestandteil bei der Petersilie ist dabei das giftige Apiol. Das tritt vor allem bei der glatten Petersilie auf, sobald diese mit Blühen anfängt. Daher ist sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr genießbar. Außerdem im ätherischen Öl enthalten sind Myristicin (ersetzt bei der krausen Petersilie das Apiol), Limonen und 1,3,8-p-Menthatrien.

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Neben den ätherischen Ölen ist aber noch mehr in der Petersilie drin, was sie gesund macht. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Bestandteile, die das offizielle Gesundheitsportal der Republik Österreich auflistet:

  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Beta-Carotin
  • Eisen
  • Folsäure
  • Niacin
  • Vitamin A
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Vitamin C
  • Vitamin E

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zählt zu den erwähnenswerten Inhaltsstoffen zudem noch Phospholipide, die vor allem für die Funktion der Zellen im Körper wichtig sind.

Petersilie: Wirkung der Inhaltsstoffe

Die vielen Inhaltsstoffe der Petersilie wirken auf vielfältige Weise. Oftmals wird auch das ätherische Petersilienöl, das aus den Samen der Pflanze gewonnen wird, als Behandlung von verschiedenen Leiden eingesetzt. Allerdings sind dabei auch die Nebenwirkungen zu beachten, dazu mehr weiter unten.

Die Petersilie wirkt entwässernd bzw. harntreibend, was am hohen Kaliumgehalt liegt, der bei ca. 1 Gramm pro 100 Gramm Petersilie liegt. Das hilft bei Wassereinlagerungen, aber wirkt auch vorbeugend gegen Nierensteine und Blasensteine.

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Neben der entwässernden Wirkung hilft es außerdem als Hausmittel, Mückenstiche zu beruhigen. Dafür musst du die Blätter auf dem Stich zerreiben und eine Weile draufdrücken. Dann sollte er sich beruhigen. Weitere Hausmittel gegen Mückenstiche findest du hier.

Außerdem ist Petersilie hilfreich bei Mundgeruch. Solltest du also am Freitagabend vor dem Feiern mit Freunden oder vor einem Date mal schön viel Zwiebeln gegessen haben, kannst du einfach ein paar Blätter Petersilie kauen - denn das Kraut wirkt geruchsbindend. Der Zwiebelgeruch ist also schnell vergessen, nur danach solltest du dir vielleicht nochmal die Zähne genau anschauen, da evtl. hier und da grüne Stückchen des Heilkrauts zu sehen sind.

Außerdem soll Petersilie bei Menstruationsbeschwerden wie Regelschmerzen, aber auch bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen. Studien haben herausgefunden, dass in Petersilie verhältnismäßig viele Phytoöstrogene enthalten sind. Das könnte die Wirkung erklären, ist aber noch nicht ausreichend erforscht.

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Petersilie: Nebenwirkungen des Heilkrauts

Neben all den guten Wirkungen hat die Petersilie auch Nebenwirkungen. Die Pflanze wirkt zum Beispiel sehr allergen, das Risiko ist ähnlich hoch wie bei einigen Nüssen. Vor allem Beifußpollen-Allergiker sollen davon betroffen sein.

Sehr problematisch ist zudem das im ätherischen Öl enthaltene Apiol. Sobald die glatte Petersilie geblüht hat, solltest du sie nicht mehr essen, denn der Apiol-Gehalt ist zu hoch. Es kann zu allergischen Reaktionen führen, zudem kann es in hohen Dosen die Leber sowie die Nieren schädigen. Es ist zudem gefährlich für Schwangere, da es abortiv wirkt - es kann also zu einen Schwangerschaftsabbruch führen kann. Zu diesem Zweck wurde es schon im Mittelalter verwendet.

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Auf Aufgüsse aus Tee und die Anwendung des ätherischen Öls aus Petersilie sollte aus diesem Grund neben dem Verzehr nach der Blüte verzichtet werden. Auch die Samen solltest du in der Schwangerschaft nicht zu dir nehmen oder für weitere Anwendungen nutzen. Ebenso solltest du Petersilienblätter nur in nicht übermäßigen Mengen zunehmen.

Ebenfalls abortiv wirken kann das in der krausen Petersilie enthaltene Myristicin. Ebenso wirkt es halluzinogen (berauschend), kanzerogen (krebserregend) und genotoxisch (kann genetischen Material in Zellen schädigen. Das alles sind aber Petersilien-Nebenwirkungen, die bei normalem Verzehr unbedenklich sind.

Eine Durchspülungsbehandlung mit Petersilie bzw. ätherischem Öl oder Petersilientee ist zudem für Menschen mit Nieren- oder Herzproblemen nicht zu empfehlen.

Artikelbild und Social Media: Kateryna Bibro/iStock

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