Masernimpfpflicht, Mindestlohn und Co.Neue Gesetze und Änderungen im Juli 2021: Das ändert sich für dich!

Die neuen Gesetze und Änderungen im Juli 2021 haben es in sich. Ob Mindestlohnerhöhung, Plastikverbot oder Masernimpfpflicht: Wir haben alle relevanten Änderungen auf einen Blick!

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Inhalt
  1. Neues Gesetz im Juli 2021: Verbot von Einwegplastik und Styropor
  2. Änderung im Juli 2021: Kinos öffnen wieder
  3. Real wird zu Kaufland, Edeka und Globus
  4. Neues Gesetz 2021: Gesetzlicher Mindestlohn steigt
  5. Masernimpfung bei Kindern und in pädagogischen Berufen + im Gesundheitswesen
  6. Rezepte ab sofort elektronisch, 2022 Papierform weg
  7. Neues Gesetz im Juli 2021: Digitaler Impfausweis gilt
  8. Änderung im Juli 2021: „Punkt 12“ eine Stunde länger
  9. 02 schaltet 3G-Netz ab
  10. IKEA verkauft Kunstwerke mit WLAN-Lautsprecher
  11. E-Tankstelle wird teurer
  12. Bahn bietet zusätzliche und neue Verbindungen an

Wie jeden Monat bringt uns auch der Juli 2021 viele neue Gesetze und Änderungen. Ob Öffnungsschritte in der Pandemie, Mindestlohnerhöhung oder auch das Verbot von Plastik - es ist viel Wichtiges auch für dich dabei!

 

Neues Gesetz im Juli 2021: Verbot von Einwegplastik und Styropor

Es ist so weit: Ganz viele Einwegverpackungen und -produkte sind ab 3. Juli in der EU verboten. Dazu gehören Plastikbesteck und -geschirr, -trinkhalme und Wattestäbchen aus Plastik. Außerdem Essstäbchen und Styroporverpackungen für Essen und Getränke. Ziel ist die Produktion von weniger Müll.

Was das genau bedeutet, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

 

Änderung im Juli 2021: Kinos öffnen wieder

Filme außer Haus auf einer riesigen Leinwand schauen, das nennt man auch Kino. Die waren nur sehr lange geschlossen, sollen aber ab 1. Juli wieder überall öffnen.

Also einfach wieder ins Kino, Popcorn und Getränk kaufen und sich in die Sitze flacken – wahrscheinlich aber nicht so einfach wie sonst. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass Kinobesuche wie letztes Jahr erstmal nur mit Abstand möglich sind.

Zusätzlich vielerorts neu: Wer ins Kino will, muss je nach lokaler Corona-Verordnung getestet, geimpft oder genesen sein. Zudem müssen Kinos die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben – entweder per Luca-App oder Kontaktdatenformular, das meist schon auf der Kino-Webseite heruntergeladen werden muss.

Der erste große Hollywood-Blockbuster 2021 wird wohl das Monster-Epos Godzilla vs. Kong sein. Ansonsten neu und spätestens Mitte Juli im Kino: Der Mauretanier (Drama), Chaos Walking (Thriller), Kings of Hollywood (Krimikomödie), A Quiet Place 2 (Horrorthriller), What Lies Below (Mysterythriller), The Unholy (Horror), Breaking News in Yuba County (Krimikomödie), Percy (Drama), Stowaway – Blinder Passagier (Science-Fiction-Drama) und Fast & Furious 9 (Action).

Einige Kinos haben aber auch schon vorher geöffnet.

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Real wird zu Kaufland, Edeka und Globus

Änderung im Juli 2021: Mal kurz bei real einkaufen – das wird bald nicht mehr möglich sein. Die meisten real-Supermärkte werden entweder von Kaufland, Edeka oder Globus übernommen oder geschlossen.

Im Juli 2021 steht in diesem Prozess wieder eine Änderung an, es kommt zu einer Übernahmewelle. Welche Märkte betroffen sind, kannst du auf der real-Webseite einsehen. Ist dein lokaler real nicht auf der Liste, ist noch keine Entscheidung bzgl. Übernahme oder Schließung gefallen.

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Neues Gesetz 2021: Gesetzlicher Mindestlohn steigt

Schöne Nachricht für Menschen, die nur den Mindestlohn bekommen: Ab Juli 2021 erhöht sich der Mindestlohn um 10 Cent von 9,50 Euro auf 9,60 Euro.

Andere Berufsgruppen bekommen sogar noch mehr – Pflegefachkräfte verdienen ab Juli 2021 in Ost und West 15 Euro pro Stunde.

 

Masernimpfung bei Kindern und in pädagogischen Berufen + im Gesundheitswesen

Kinder, die bereits in Kita oder Schule sind, müssen bis 31. Juli eine Masernimpfung nachgewiesen haben.

Auch Personal in Kita, Schule, Flüchtlingsunterkunft, Gesundheitswesen oder Tagesmütter, wenn nach 1970 geboren, müssene eine Impfung oder Erkrankung nachweisen.

Grund für das entschlossene Vorgehen und die verpflichtende Impfung sind diverse Masernausbrüche in den letzten Jahren, nachdem uneinsichtige Eltern ihre Kinder aufgrund oftmals falscher Informationen von Impfgegnern nicht mehr vor der gefährlichen Krankheit schützen wollten.

 

Rezepte ab sofort elektronisch, 2022 Papierform weg

In Berlin-Brandenburg wird ab 1. Juli die Testphase für das E-Rezept gestartet – soll heißen, dass du Arztrezepte auch digital bekommen kannst und ein Zettel nicht mehr unbedingt notwendig ist.

Wenn das alles funktioniert, sollen E-Rezepte ab 2022 in ganz Deutschland verpflichtend sein. Allerdings sollen die elektronisch signierten Rezepte auch ausgedruckt werden können. Das Papierrezept hat aber ausgedient.

 

Neues Gesetz im Juli 2021: Digitaler Impfausweis gilt

Ein neues Gesetz im Juli 2021 bringt endlich den Digitalen Impfausweis für die ganze EU. Ab diesem Tag gilt der Impfnachweis in der CovPass-App oder der Corona-Warn-App dann als offizielles Dokument, das bspw. bei der Einreise in ein Land vorgezeigt werden kann.

Neben allen EU-Ländern gilt das digitale Dokument dann auch in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Mit dem Nachweis entfällt bspw. eine etwaige Quarantänepflicht, wie sie Ungeimpfte im Ernstfall oftmals immer noch antreten müssten. Der Nachweis muss bei Flugreisen dann meist schon am Check-in vorgezeigt werden.

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Änderung im Juli 2021: „Punkt 12“ eine Stunde länger

Eine für manche wirklich einschneidende Änderung im Juli 2021 könnte die Verlängerung des Journals „Punkt 12“ auf RTL darstellen. Den das wird ab 5. Juli um eine Stunde bis 15 Uhr verlängert.

Folgen hat das für „Die Superhändler“, deren Show dann erst eine Stunde später, also 15 statt 14 Uhr, über die Bildschirme der Freunde des Nachmittagsfernsehens flimmert.

 

02 schaltet 3G-Netz ab

Und plötzlich kein Netz mehr? Na, dass wird noch zu sehen sein. Zumindest will der Mobilfunkbetreiber O2 eine einschneidende Änderung im deutschen Telefonnetz vornehmen: Das 3G-Netzwerk des Konzerns soll abgeschaltet werden.

Allerdings dauert der Vorgang voraussichtlich mehrere Wochen oder Monate. Alte 3G-Verträge werden auf LTE (4G) umgestellt – als Nutzerin musst du also lediglich dafür sorgen, dass du ein LTE-fähiges Handy besitzt. Ansonsten rutscht du ins 2G-Netz ab, was sich aufgrund schlechter Datenübertragungsraten eigentlich maximal zum Telefonieren eignet.

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IKEA verkauft Kunstwerke mit WLAN-Lautsprecher

Ganz verrückte Aktion von IKEA: Ab 15. Juli werden in Kooperation mit dem US-Unternehmen Sonos die Produktreihe Symfonisk erweitert und Bilder für die heimische Wohnzimmerwand verkauft, die gleichzeitig neben dem hübschen Kunstwerk auch WLAN-Lautsprecher sind. Kostenpunkt: 179 Euro.

Eigentlich sind die Kunstwerke selbst nicht die Lautsprecher: Es handelt sich um Bilderrahmen mit Lautsprecher, auf die dann ein Paneel mit dem Kunstwerk aufgesetzt werden kann. Wenn dir das Original-Paneel nicht zusagt, kannst du für 20 Euro auch ein weiteres Motiv dazukaufen.

 

E-Tankstelle wird teurer

Es gibt immer mehr E-Autos in Deutschland. Das Aufladen der schicken Karren wird allerdings ab 6. Juli 2021 teurer, und das um durchschnittlich 7,7 Cent pro Kilowattstunde – zumindest bei Ladestationen der EnBW.

An einem AC-Lader (Wechselstrom) kostet der Strom statt 39 Cent ganze 45 Cent, an einem DC-Lader (Gleichstrom) statt 49 Cent dann sogar 55 Cent. Die 7,7 Cent ergeben sich durch weitere Erhöhungen für Viellader oder im Vorteilstarif.

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Bahn bietet zusätzliche und neue Verbindungen an

Für den Sommer 2021 bietet die Bahn ab dem 3. Juli diverse neue Zugverbindungen an. Wer in Berlin wohnt, kann dann immer am Samstag mit dem ICE in die Berge oder an den Bodensee fahren. Der Zug wird in Augsburg geteilt.

Während der erste Teil über München und Rosenheim in Richtung Tirol fährt und in Landeck-Zams endet, fährt der andere Teil durchs Allgäu über Buchloe, Memmingen und Lindau nach Bregenz in Vorarlberg. Dieser Service endet am 11. September.

Bis 3. September können Reisende aus Sachsen mit einem Intercity von Dresden über Berlin nach Binz auf Rügen fahren. Unterwegs kann aber bspw. auch in Prenzlau, Greifswald oder Stralsund ausgestiegen werden.

Ebenfalls ab 3. Juli kann von Frankfurt am Main aus nach Norddeich Mole bzw. Emden gefahren werden, um die ostfriesischen Inseln zu besuchen. Dieser IC fährt an drei Wochenenden im Juli.

Ab 17. Juli fährt dann auch wieder ein IC von München nach Westerland (Sylt). Jeden Samstag um 8:09 Uhr geht es los, der Gegenzug startet immer gegen Mittag. Es gibt jeweils auch Zugteile von oder nach Dagebüll Mole – dem Fähranleger für Reisen von oder nach Föhr und Amrum.

Foto: Zolnierek/iStock

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