NachtesserNight Eating Syndrom: Wenn nachts der Hunger kommt

Wer nachts wach liegt, weil er Hunger hat, könnte am Night Eating Syndrom leiden. Betroffene leiden an nächtlichen Heißhungerattacken – und essen zu dieser Tageszeit am meisten. Wieso die Krankheit mehr als eine ungesunde Angewohnheit ist.

Inhalt
  1. Wann wird das nächtliche Essen zur Krankheit?
  2. An welchen Symptomen erkenne ich das Night Eating Syndrom?
  3. Was hilft gegen NES?

Nächtlichen Hunger haben wir alle schon einmal verspürt. Weil wir lange wach waren. Weil wir spät nachhause kamen. Weil wir betrunken nachhause kamen. Oder einfach, weil nachts keiner mitbekommt, wenn wir die ganze Tafel Schokolade verputzen.

Für manche Menschen ist der nächtliche Hunger aber keine Ausnahme, sondern die Regel. Dabei handelt es sich nicht nur um einen schlechten Essensrhythmus, sondern um eine reale Krankheit. Schätzungsweise leiden ein bis zwei Prozent der deutschen Bevölkerung am sogenannten Night Eating Syndrom (kurz NES).

 

Wann wird das nächtliche Essen zur Krankheit?

Vom Night Eating Syndrom spricht man, wenn man ein Viertel bis sogar die Hälfte der täglichen Nahrungsmenge nachts zu sich nimmt. Ob es sich dabei um eine Schlaf- oder Essstörung oder aber ein Problem psychischer Natur handelt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Generell gilt die Erkrankung aufgrund ihrer Seltenheit als weitgehend unerforscht.

 

An welchen Symptomen erkenne ich das Night Eating Syndrom?

Welche Ursachen hinter dem Syndrom stehen, sind nicht geklärt. Forscher konnten beobachten, dass die Problematik oft familiär gehäuft auftritt. Auch eine hormonelle Ursache kommt in Frage: Hormonstörungen können sich auch auf das Essverhalten auswirken. Bei sogenannten Nachtessern konnte beispielsweise ein erhöhter Spiegel des Hormons Ghrelin festgestellt werden.

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Was hilft gegen NES?

Dass die Erkrankung weitgehend unerforscht ist, macht es schwierig, sie zu heilen. Bisher wird das Night Eating Syndrom meist mit Psychopharmaka wie beispielsweise Antidepressiva behandelt. Liegt die Ursache in psychischer Anspannung und Stress, können Entspannungsmechanismen helfen.

So oder so gilt: Wer unter dem Night Eating Syndrom leidet, sollte sich nicht scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Wissenschaftler vermuten, dass viele Menschen sich für das Verhalten schämen – oder es trotz Leidensdruck nicht als Krankheit ansehen - weshalb die Dunkelziffer der Betroffenen deutlich höher liegen könnte. Je offener über die Problematik gesprochen wird, desto mehr Aufmerksamkeit und damit Forschungsbedarf erlangt sie. 

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