OhrenschmalzOhren reinigen: So bekommst du sie richtig sauber

Ohrenschmalz ist eigentlich etwas Positives, denn es reinigt unsere Ohren. Klingt etwas widersprüchlich, weil wir durch das Ohrenschmalz eher das Gefühl von Dreck im Ohr haben? Verständlich. Doch wofür es gut ist und wie du deine Ohren richtig reinigst, erklären wir dir im Folgenden.

Inhalt
  1. Wofür ist das Ohrenschmalz gut?
  2. Warum sollten die Ohren nicht mit einem Wattestäbchen gereinigt werden?
  3. Ohren reinigen: So funktioniert es
  4. Welche Risiken gibt es beim Ohren spülen?

Eigentlich reinigen sich die Ohren von alleine. Manchmal hat man aber das Gefühl etwas nachhelfen zu wollen. Dann sollte man jedoch nicht zum Wattestäbchen greifen, sondern sich lieber seine Ohren spülen. Wir erklären, wie es funktioniert und was es zu beachten gilt.

 

Wofür ist das Ohrenschmalz gut?

Ohrenschmalz, fachsprachlich auch als Cerumen bezeichnet, wird von den Ceruminaldrüsen gebildet. Diese sitzen tief im Gehörgang und produzieren ein Sekret aus Fetten, Cholesterin und Cholesterinester. Das entstandene Cerumen reinigt, schützt und pflegt beziehungsweise befeuchtet im Anschluss den Gehörgang.

Das Ohrenschmalz transportiert Haare, abgestorbene Hautzellen und Staub aus dem Gehörgang in Richtung Ohrmuschel. Von dort kann es mit einem sauberen Tuch einfach abgewischt werden. Die Fette feuchten beim Abtransport des Drecks gleichzeitig den Gehörgang an.

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Warum sollten die Ohren nicht mit einem Wattestäbchen gereinigt werden?

Schon seit Längerem ist bekannt, dass wir Wattestäbchen lieber nicht zum Reinigen der Ohren nutzen sollen, und das aus einem guten Grund. Denn der Gehörgang ist wie ein schmaler Trichter. Reinigen wir unsere Ohren mit einem Wattestäbchen, drücken wir den Dreck automatisch in Richtung des schmalen Trichter-Endes. Im Falle des Ohres ist das gleichzeitig das Ende unseres Gehörgangs.

Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass wir so unseren Gehörgang verstopfen und sich die Ohren nicht mehr selbst reinigen können. Denn das Ohrenschmalz kann sich verhärten und so einen Hörverlust herbeiführen.

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Ohren reinigen: So funktioniert es

Die Ohren zu spülen ist die deutlich bessere Variante. Dafür musst du nicht unbedingt zum HNO-Arzt gehen, sondern kannst die Spülung auch zu Hause durchführen. Wichtig dabei ist aber, dass dein Trommelfell intakt ist und du unter keiner Infektion leidest.

Für solch eine Reinigung der Ohren eignet sich eine Ballonspritze. Diese bekommst du in der Apotheke. Spritzen aus Metall oder Kunststoff funktionieren ebenso gut, bergen aber ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Wichtig ist, die Ballonspritze, bevor sie zum Einsatz kommt, mehrfach mit heißem Wasser auszuspülen.

Schritt für Schritt-Anleitung:

  1. Befülle die Ballonspritze mit 37 °C warmen Wasser.
  2. Neige den Kopf zur Seite, sodass dein Ohr in Richtung Decke zeigt.
  3. Ziehe dein Ohr leicht nach hinten und nach oben. Auf diese Weise begradigst du deinen Gehörgang.
  4. Führe die Ballonspritze vorsichtig ein und drücke den Ball zusammen.
  5. Lasse das Wasser aus einem Ohr herauslaufen
  6. Wiederhole den Vorgang noch ein, zwei Mal.

Durch den Wasserdruck löst sich das Ohrenschmalz und wird herausgespült.

Wer sich ungern Wasser direkt in den Gehörgang spritzen möchte, kann sich auch während der Dusche etwas Wasser ins Ohr laufen lassen. Aber auch hier gelten dieselben Bedingungen wie bei der Ohrspülung. An alle Warmduscher: Wenn du gerne heiß duschst, solltest du vorher die Temperatur runter drehen, damit du dir nicht den Gehörgang verbrühst!

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Welche Risiken gibt es beim Ohren spülen?

Experten empfehlen für die Spülung der Ohren einen HNO-Arzt aufzusuchen, da das Reinigen der Ohren durch eine Spülung nicht ganz risikofrei ist. Denn der Wasserdruck könnte das Trommelfell beschädigen und zu heißes Wasser das Gleichgewichtsorgan stören. Der HNO-Arzt würde vor und nach der Spülung das Trommelfell kontrollieren und eine eventuelle Nachsorge leisten.

 

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