FrauengesundheitRückenschmerzen in der Schwangerschaft: Diese 5 Tipps helfen

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft sind für viele Frauen ein Problem. Wir verraten euch, wie ihr Rückenschmerzen vorbeugen und akute Schmerzen behandeln könnt. 

Inhalt
  1. Rückenschmerzen in der Schwangerschaft: Was hilft wirklich?
  2. Kann ich Rückenschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen? 
  3. Wann sollte ich mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt gehen? 

In der Schwangerschaft klagen haben viele Frauen über Probleme mit Rückenschmerzen, kein Wunder, durch das Gewicht des Babys, verlagert sicht der Körperschwerpunkt in die Bauchregion. Viele verfallen dann ins Holzkreuz, die Folge können starke Rückenschmerzen und Verspannungen sein. Durch das Hormon Progesteron werden die Bänder und Sehnen zusätzlich gelockert. Gerade im letzten Trimester der Schwangerschaft klagen viele Frauen über Ischiasschmerzen, was auch daran liegt, dass das Gewicht des Babys auf den Ischiasnerv drückt. Von Hausmitteln bis alternativen Heilmethoden gibt es viele Möglichkeiten Rückenschmerzen während der Schwangerschaft zu lindern. 

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Rückenschmerzen in der Schwangerschaft: Was hilft wirklich?

  • Wärme: Um Muskelbeschwerden zu lösen, ist Wärme ein bewährtes Hausmittel. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen im Rücken kann wahre Wunder bewirken. In der Schwangerschaft kann auch ein warmes Bad sehr angenehm und entspannend wirken, da die Muskulatur in der Schwerelosigkeit des Wassers besonders gut entspannen kann. Gegen Ende der Schwangerschaft solltet ihr eher darauf verzichten, da ein warmes Bad Wehen auslösen kann. 
  • Yoga: Nicht nur bei akuten Schmerzen sehr zu empfehlen, sondern auch als vorbeugende Maßnahme. In speziellen Yoga- und Gymnastikkursen werden gezielt die Muskeln gestärkt, die in der Schwangerschaft besonders beansprucht werden. Außerdem bekommt ihr Übungen an die Hand, mit denen ihr im Alltag gezielt euren Rücken und eure Gelenke entlasten könnt. Tipp: Legt euch schon in der Schwangerschaft ein Stillkissen zu. Um im Schlaf die Rückenmuskulatur zu entlasten, könnt ihr euch einfach das Stillkissen zwischen die Beine klemmen. 
  • Massagen: Eine sanfte Massage wirkt bei Verspannungen im Rücken Wunder. Deine Hebamme kann dir ein paar Handgriffe zeigen, die dein Partner dann anwenden kann. Hilft das nicht, such dir einen Physiotherapeuten in deiner Nähe. 
  • Homöopathie: Schüssler-Salze sind ein bewährtes Globuli in der Homöopathie. Bei starken Verspannungen und Schmerzen hilft die "Heiße 7". Einfach das Schüssler-Salz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum) in warmen Wasser auflösen und langsam trinken. Vorteil: Globuli und Schüssler-Salze können bedenklos eingenommen werden, da sie keine Nebenwirkungen für Mama und Baby haben. 
  • Akupunktur: Wer unter starken Rückenschmerzen während der Schwangerschaft leidet, für den kann Akupunktur eine Alternative sein. Frag einfach deine Hebamme. Sie wird dir eine Empfehlung aussprechen können oder verfügt vielleicht sogar selbst über diese Zusatzausbildung. 
 

Kann ich Rückenschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen? 

Um Rückenschmerzen in der Schwangerschaft vorzubeugen kannst du einiges tun. Bewegung ist das Wichtigste. Wenn der Babybauch immer weiter wächst, ist Schwimmen ein besonders angenehmer Sport, da er Gelenke und Muskeln entlastet. Bist du eher ein Sportmuffel, nimm dir jeden Tag einen kleinen Spaziergang vor - mindestens 15 Minuten an der frischen Luft sind völlig ausreichend. 

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Die richtige Haltung im Alltag ist unheimlich wichtig, um Rückenproblemen in der Schwangerschaft vorzubeugen. Achte schon morgens beim Aufstehen darauf, dass du dich über die Seite aufrichtest und nicht ruckartig aus dem Liegen. Beim Heben immer in die Knie gehen und versuche trotz wachsendem Babybauch, nicht ins Hohlkreuz zu verfallen. Einfach das Becken immer wieder bewusst aufrichten. 

Wenn du dich hinlegst, ist die Seitenlage wesentlich bequemer als die Rückenlage. Leg dir ein Kissen zwischen die Beine, das verstärkt den positiven Effekt. 

 

Wann sollte ich mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt gehen? 

Werden die Rückenschmerzen trotz der hier vorgestellten Tipps nicht besser und dauern mehrere Tage an, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Zu Schmerzmitteln solltet ihr nur nach Absprache mit eurem Arzt greifen. 

Vorsicht: Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft können ein Anzeichen für mögliche Komplikationen sein. Solltest du bereits im ersten Drittel deiner Schwangerschaft unter starken Rückenschmerzen leiden, solltest du deinen Arzt aufsuchen. 

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