Schwellung durch Bursitis

Schleimbeutelentzündung in Knie, Schulter & Co.: Hausmittel gegen den Schmerz

Eine Schleimbeutelentzündung in Knie, Schulter, Hüfte oder am Ellenbogen tut weh. Welche Hausmittel gegen die Entzündung helfen.

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In unserem Körper sind über 100 Schleimbeutel verteilt, die meisten davon rund um die verschiedenen Gelenke. Doch was tun, wenn eine Schleimbeutelentzündung das Knie, den Ellenbogen oder die Schulter plagt? Wie Hausmittel helfen können und welche sich eignen, liest du im Artikel.

Die Schleimbeutel im Körper erfüllen eine wichtige Funktion. Doch wenn sie sich entzünden, dann gibt es fiese Schmerzen und eine unangenehme Schwellung an der betroffenen Stelle. Betroffen sein können viele Stellen, aber vor allem sind Schleimbeutelentzündungen im Knie, an der Schulter oder Hüfte, aber auch am Ellenbogen zu finden. Wir verraten dir, welche Hausmittel sich gegen die Entzündung des Schleimbeutels eignen und wie wieder Ruhe unter der Haut herrscht.

Schleimbeutelentzündung: Knie, Schulter, Hüfte oder Ellenbogen - Hausmittel helfen

Bei einer Schleimbeutelentzündung in Knie, Schulter, Hüfte oder Ellenbogen helfen Hausmittel gegen die Schmerzen. Doch was passiert in Arm und Bein eigentlich mit den Gelenken, wenn ein Schleimbeutel entzündet ist?

Eine Schleimbeutelentzündung (med. Bursitis) ist - wie der Name schon sagt - eine Entzündung des Schleimbeutels. Schleimbeutel sind gallertartige Beutel, die an über 100 Stellen im Körper verteilt sind. Sie haben die Funktion eines Polsters und sollten im Idealfall dafür sorgen, dass wir problemlos auf dem Boden knien oder uns mit den Armen auf den Ellenbogen aufstützen können, ohne dass Knochen direkt auf die Haut treffen.

Normalerweise merken wir also nicht, dass wir Schleimbeutel haben, was auch Sinn der Sache ist. Dennoch kann sich ein Schleimbeutel bemerkbar machen - durch die Bursitis. Doch welche Ursachen hat eine Schleimbeutelentzündung? 

In erster Linie entwickelt sich eine Bursitis durch die Überbelastung von Gelenken, Bändern, Sehen und Co., zum Beispiel durch immer wiederkehrende Bewegungen - wie im Sport oder beim Spielen eines Instruments. Ebenfalls möglich ist die Entzündung des Schleimbeutels durch altersbedingten Verschleiß oder - am Fuß - durch schlecht sitzende Schuhe, die drücken und reiben. Oftmals ist die Bursitis auch Folge eines Sturzes oder heftigen Stoßes deiner Schulter oder einer anderen Körperstelle.

Ein anderer Grund für die Schmerzen in Knie, Schulter und Hüfte sind bakterielle Infektionen, allerdings sind bakterielle Schleimbeutelentzündungen seltener. Ausgelöst wird die bakterielle Entzündung bspw. durch Staphylokokken vom Typ Staphylokokkus aureus.

Neben diesen Ursachen gibt es noch einige Faktoren, die das Risiko für eine Entzündung an Kniegelenk und Co. erhöhen. Gerade das schon genannte zunehmende Alter, aber auch Übergewicht, tragen zu einem erhöhten Risiko für eine Schleimbeutelentzündung bei.

Ansonsten sind Schleimbeutelentzündungen eben dort ein Risiko, wo Gelenke viel beansprucht werden. Sitzt du den ganzen Tag im Büro und am Computer, sind zum Beispiel die Ellenbogen besonders anfällig für die Beschwerden, die eine Entzündung des Schleimbeutels mit sich bringt.

Schleimbeutelentzündung: Symptome der Bursitis

Die Schleimbeutelentzündungs-Symptome sind relativ gut zu sehen, da sie oft an den Gelenken auftreten. Bei einer Bursitis sammelt sich im Schleimbeutel mehr Flüssigkeit, was zur erkennbaren Schwellung der betroffenen Stelle führt. Gerade bei Schleimbeuteln, die direkt unter der Haut liegen, ist die Schwellung als Symptom ersichtlich. Wenn also ein Gelenk wie am Ellenbogen, in der Schulter oder an der Hüfte betroffen ist, könnte die Schwellung ein Hinweis auf eine Bursitis sein.

Eine Belastung der akuten Entzündung - zum Beispiel das Aufstützen auf den Ellenbogen, aber auch Druck oder Reibung - führt oft zu Schmerzen, die in ruhendem Zustand schwächer oder gar nicht da sind. Die Entzündung des Schleimbeutels kann zudem zu einer Erwärmung und Rötung der Stelle führen. Weitere Symptome einer Bursitis sind typische Krankheitssymptome wie Fieber und Co.

Schleimbeutelentzündung an Knie oder Schulter: Hausmittel und Tricks gegen den Schmerz

Doch was kannst du gegen die Schmerzen einer Schleimbeutelentzündung tun? Egal ob in Knie, Schulter, Ellenbogen oder Hüfte - Hausmittel können gegen die Entzündung helfen, begleitend zur ärztlichen Behandlung. Nur die Frage ist, welche Schleimbeutelentzündungs-Hausmittel wirklich helfen können. Wir haben uns für dich schlau gemacht.

Dennoch lässt sich generell sagen, dass du deine Bursitis im Zweifel immer ärztlich untersuchen lassen solltest, sofern keine schnelle Besserung eintritt. So kann auch den möglichen Ursachen auf den Grund gegangen werden und neben den Hausmitteln eine richtige Behandlung und Therapie des betroffenen Schleimbeutels erfolgen. Und nur dein Arzt*deine Ärztin kann dir ggf. auch Medikamente wie Antibiotika verschreiben, falls du eine bakterielle Bursitis hast - die zudem mittels einer Blutprobe im Labor erstmal identifiziert werden muss.

Hast du eine Schleimbeutelentzündung und machst keine Behandlung, kann sie im schlimmsten Fall zu einer chronischen Entzündung werden. Daher ist eine ärztliche Behandlung der Entzündung immer sinnvoll - denn von einer chronischen Bursitis hast du nicht viel, außer zum Beispiel chronische Schulterschmerzen.

Begleitend zur Behandlung kannst du natürlich in Rücksprache weiterhin auf Hausmittel gegen die Bursitis setzen. Daneben gibt es noch Tricks, die du anwenden kannst, um Beschwerden am Schleimbeutel - zum Beispiel im Knie oder Arm - vorzubeugen.

Schleimbeutelentzündung: Hausmittel - Kühlen

Häufig empfohlen wird bei einer Schleimbeutelentzündung im Knie oder einer anderen Körperstelle als Hausmittel das Kühlen der betroffenen Stelle. Hierfür kannst du verschiedene Methoden anwenden.

Eine Möglichkeit ist es, ein Kühlpad in ein dünnes Tuch zu wickeln und auf die Haut zu legen. Du kannst natürlich auch Eiswürfel oder - falls du später sowieso kochen willst - zum Beispiel gefrorenes Gemüse im Tiefkühlbeutel einwickeln und auf die Stelle legen. Daneben gibt es noch ein paar mehr kühlende Hausmittel gegen die Schleimhautentzündung in Hüfte, Knie und Schulter.

WICHTIG: Es wird nicht generell empfohlen, den Schleimbeutel zu kühlen, sondern nur bei starken Schmerzen. Die Entzündung ist Teil der Heilung, weswegen du nur bei stärkeren Schmerzen und in Rücksprache mit dem Hausarzt*der Hausärztin dazu greifen solltest.

Quarkwickel als Hausmittel gegen die Schleimbeutelentzündung im Knie

Vor allem an den Extremitäten ist ein ein Quarkwickel leicht anzubringen. Wenn du also eine Schleimbeutelentzündung am Knie hast, ist dies ein Hausmittel, das beim Kühlen helfen kann. Dafür brauchst du ein Tuch aus Baumwolle oder Leinen, auf welches du eine fingerdicke Schicht Quark aufträgst. Danach schlägst du es zweimal um und bindest es dann um das betroffene Gelenk.

Nicht sinnvoll ist das Auftragen des Quarks direkt auf die Haut. Da die Entzündung Wärme produziert, trocknet der Quark schnell an, was beim Abwaschen zu weiteren Schmerzen führen kann.

Außerdem sollte Allergiker mit Milchallergien oder Unverträglichkeit gegen Kasein keinen Quark anwenden. Quark sollte zudem bei vorhandenen offenen Wunden nicht angewendet werden, da Bakterien in die Wunde eindringen können. Die kühlende Wirkung tritt durch die Verdunstung von Wasser auf. Weitere zugeschriebene Wirkungen sind wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen.

Nasse Wickel

Es klappt auch ohne Quark. Ein Schleimbeutelentzündungs-Hausmittel ist auch ein einfaches Tuch, das mit Wasser getränkt und auf die betroffene Stelle gelegt oder gewickelt wird - je nachdem, wo die Beschwerden der Bursitis auftreten. Der Effekt ist wie beim Quarkwickel ein kühlender.

Aloe Vera

Aloe Vera hat auch einen Kühlungseffekt auf der Haut. Somit können die Extrakte - in Form von Lotion, Salben oder direkt aus der Pflanze - zumindest gegen die Schmerzen ein wenig helfen.

Schleimbeutelentzündungs-Hausmittel für Schulter und Hüfte: Gurkenscheiben

Eine weitere Möglichkeit, um einen Kühlungseffekt zu erzielen, sind Gurkenscheiben auf der Haut. Das Prinzip ist wie bei den anderen Bursitis-Hausmitteln die Wasserverdunstung. Das kennst du ja schon von Gesichtsmasken.

Schleimbeutelentzündung vorbeugen: Ruhig halten

Essentiell für die Genesung einer Schleimbeutelentzündung ist es, den entzündeten Schleimbeutel möglichst ruhig zu halten und nur im absoluten Notfall zu bewegen - zum Beispiel wenn du zur Toilette musst. Ansonsten gilt: absolute Ruhigstellung der es entzündeten Schleimbeutels. Im Zweifel solltest du dich krankschreiben lassen.

Schleimbeutel schonen

Es ist wichtig, dass du deine Schleimbeutel nach einer Entzündung schonst und nicht wieder überlastest. Wenn klar ist, dass die Entzündung bspw. durch eine Überlastung im Job oder Sport kommt, solltest du unbedingt etwas ändern, sonst gehen die Probleme in Ellenbogen und Co. womöglich nicht weg. Denn wenn du nach der überstandenen Entzündung genauso weitermachst wie vorher, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich die Bursitis früher oder später wieder zu Wort meldet.

Bist du bspw. oft auf den Knien, kannst du Knieschoner tragen - ansonsten kannst du dich aber auch von Ergotherapeut*innen oder anderen Spezialist*innen beraten lassen. Einfach mal ruhig bleiben ist allerdings nicht so einfach, wie du vielleicht denken magst. Dennoch ist es wichtig - und wenn du es geschafft hast, kannst du auch wirklich stolz auf dich sein. Denn einfach mal im Alltag abschalten und das Gelenk im Arm oder einer sonstigen Schwellung zu schonen, ist schwieriger, als du denkst.

Artikelbild und Social Media: peakSTOCK/iStock (Themenbild)