Was ist Spanking und wird dadurch der Orgasmus intensiver?
Mit Spanking kannst du dein Sexleben aufpeppen! Doch die heiße Sex-Praktik wirft viele Fragen auf: Sind Schläge auf den Hintern wirklich so anregend?
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- Was ist Spanking? Definition, Formen und Intensitätsgrade
- Intensiver Orgasmus durch Spanking?
- Spanking für Anfänger*innen
- Die beliebtesten Stellungen für Spanking Sex
- Vorbereitung, Safe-Words & Aftercare
- Langsam steigern: Vom Po zu sensibleren Zonen - das musst du beachten
- Was muss ich beim härteren Spanking noch beachten?
- Risiken von Spanking
- Wie baue ich Spanking in mein Sexleben ein?
Wie Spanking funktioniert, was Einsteiger*innen über die Soft-BDSM-Praktik wissen sollten, die besten Stellungen und Toys und ob der Orgasmus beim Po versohlen wirklich intensiver erlebt wird, liest du hier.
Was ist Spanking? Definition, Formen und Intensitätsgrade
Spanking – was bedeutet das? Die genaue Übersetzung für den englischen Begriff „Spanking“ heißt "den Hintern versohlen". Genau darum geht es beim Spanking auch: Sich mit mehr oder weniger festen Schlägen auf das nackte Hinterteil einzuheizen. Das Ziel von Spanking ist ein Machtspiel aus Lust und Schmerz, so wie du es aus den Erotik-Romanen der Shades of Grey-Trilogie und vielleicht aus dem BDSM-Bereich kennst.
Darin unterscheidet sich Spanking auch von Flagellantismus. Bei Letzterem macht in erster Linie die Lust an den Schlägen selbst den Reiz aus: dem Geräusch, dem Brennen auf der Haut. Während beim Spanking der Aspekt der Züchtigung und Bestrafung die vordergründige Rolle spielt. Doch deshalb muss Spanking noch lange keine erniedrigende Sex-Praktik sein.
Lies hier: Po-Massage: So geht das sinnliche Vorspiel
Wie funktioniert Spanking Sex?
Auf einen etwas festeren Klatscher mit der flachen Hand auf den Po, sollte auch immer eine leichte Streicheleinheit über die gleiche Stelle folgen. Genau dieser Wechsel aus fest und zart macht für viele Menschen den Reiz aus. Ihr könnt außerdem mit dem Tempo spielen und zum Beispiel mit dem Wechsel von schnell zu langsam experimentieren. Mega erotisch!
Tipp: Ein Tausch des aktiven und passiven Parts sorgt bei vielen Menschen auch bei Rollenspielen für eine starke Erregung. Hier könnt ihr Spanking gut integrieren und euer ganz eigenes Spiel finden.
Beim Spanking kann der Handschlag auf den Po mal sanft, mal deutlich kräftiger ausfallen: hier ist alles möglich, was gefällt. Von zarten Klapsen bis zu intensiveren Schlägen mit speziellen Toys oder aber eine Kombination aus Toy und Hand. Entscheidend ist, dass beide Partner*innen vorher ehrlich besprechen, was sich gut anfühlt und wo persönliche Grenzen liegen. So lässt sich jede Überraschung vermeiden und beide können sich entspannt auf das gemeinsame Spiel einlassen. Nicht jede*r steht auf sichtbare Spuren oder möchte sie hinterlassen!
Ob beim Vorspiel für einen prickelnden Start oder während der Doggy-Position für den extra Lustkick: Spanking bedeutet nicht automatisch harten oder dominanten Sex. Ganz im Gegenteil, oft macht gerade die Mischung aus einem intensiven Klaps, auf den sanfte Stimulation folgt (Slow Sex, erotisches Streicheln) das Erlebnis besonders sinnlich und aufregend.
Intensiver Orgasmus durch Spanking?
Ja, die scharfe Sex-Praktik sorgt für einen besonders durchdringenden Höhepunkt. Das hat einen ganz einfachen medizinischen Hintergrund. Die Klatscher auf das Gesäß regen die Durchblutung an, dadurch wirst du automatisch erregter - und der Orgasmus durch das Spanking intensiver. Neben den körperlichen Faktoren, die die Erregung fördern, spielt psychologisch gesehen auch das Machtgefälle sowie der Schmerz selbst eine große Rolle beim Lustempfinden. Lies hier mehr über Lustschmerz: Sex- und Buch-Tipps von unserer SM-Expertin
Spanking für Anfänger*innen
Sprich vorher mit deinem*r Partner*in darüber, schließlich sollen beide das Soft-BDSM-"Sexperiment" genießen. Anfänger*innen sollten das Spanking mit sanften Klapsen starten, die langsam härter werden. Ratsam ist es auch, den Klaps mit Hand oder Toy vor dem Spanking Sex an sich selbst auszuprobieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Wer möchte, kann beim Versohlen des Hinterns auch zu einer Peitsche greifen. Andere Utensilien sind auch möglich, wie zum Beispiel ein Paddle oder Utensilien aus dem Haushalt, wie ein Kochlöffel oder Pfannenwender aus Plastik, können zum Einsatz kommen.
Wichtig zu wissen: Je fester und härter das Toy, desto vorsichtiger solltet ihr damit umgehen. Gerade Einsteiger*innen fahren am besten mit speziell fürs Spanking entwickelten Toys, denn die sind auf Sicherheit und Spaß ausgelegt. Gürtel oder Kochlöffel sollten lieber den Fortgeschrittenen vorbehalten bleiben. Für den Anfang empfehlen wir sanftere Varianten, um gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln und sich langsam zu steigern.
Hier findest du eine Übersicht mit unseren Favoriten fürs Spanking samt aller Vor- und Nachteile.
Spanking-Paddle
Ob aus Gummi oder Holz, mit kleiner oder großer Schlagfläche – bei den verschiedenen Paddles ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für Abwechslung sorgen Extras wie eingelassene Löcher, die für extra intensive Klapse sorgen, oder verspielte Gravuren, mit denen kleine Botschaften oder Symbole als Abdruck auf der Haut zurückbleiben können. So wird das Spanking zu einem ganz besonderen Erlebnis, das garantiert in Erinnerung bleibt!
Für Einsteiger*innen empfehlen wir dieses einfache Paddle. Es ist handlich, leicht und ihr entscheidet selbst, wie kräftig die Klapse sind, die ihr euch damit verpasst.
Gerte
Gerten bestehen meist aus einem schlanken Stab mit Griff und einem oberen Teil, dem „Schlag“ aus Leder oder Gummi. Ob kurz und handlich oder lang und flexibel – es gibt sie in den verschiedensten Varianten.
Während kürzere Modelle mit festerem Griff und breiterem Schlag perfekt sind, um erste Erfahrungen zu sammeln, sind die längeren, flexibleren Gerten mit kleinem Schlag schon etwas für Geübte: Hier braucht es Fingerspitzengefühl, denn die Intensität kann leichter mal unterschätzt werden. Also: Taste dich langsam heran und finde heraus, was euch beiden Spaß macht!
Mit dieser stabilen Gerte aus Kunstleder gelingen euch feste und sanfte Schläge. Und das Design ist richtig schick!
Gerte mit Plüsch
Wenn ihr auf softe Schläge steht, verwendet am besten ein Spielzeug mit weichem Material. Wir empfehlen dir diese Gerte mit Plüsch-Besatz.
Flogger
Der Flogger besteht aus mehreren, meist kurzen Riemen aus Leder oder festem Material und bewirkt je nach Schwunggefühl einen sanften Klaps oder auch mal ordentliches Prickeln auf die Haut. Damit umzugehen, braucht ein bisschen Übung und Gefühl fürs richtige Timing – deshalb greifen am besten Fortgeschrittene dazu. Wer aber Lust auf Neues hat, kann sich natürlich langsam herantasten und dabei gemeinsam spielerisch herausfinden, wie der Flogger am meisten Spaß macht.
Cane aka Rohrstock
Der Rohrstock (oder auch Cane genannt) sorgt für ganz besonders kräftige Spannungsmomente. Er besteht aus festen Materialien wie Bambus, Rattan oder Kunststoff. Achtung, hier ist besonders viel Vorsicht geboten. Denn die Schläge mit dem Cane sind sehr intensiv und können sehr schmerzhaft sein! Deshalb sollten hier wirklich nur erfahrene Spanking-Liebhaber zugreifen: Sowohl beim Schwingen als auch beim gespankt werden. Für Anfänger*innen ist der Cane daher nicht geeignet, aber wer Erfahrung hat und Lust auf mehr Nervenkitzel verspürt, könnte dieses Modell ausprobieren.
Die beliebtesten Stellungen für Spanking Sex
Neben dem Klaps beim Sex (wie z.B. in der Doggy- oder Elefanten-Position und weitere Stellungen von hinten) eignen sich noch die folgenden drei Stellungen, um Spanking auszuprobieren:
Über das Knie gelegt
Besonders intensiv, sehr intim und mit viel Nähe verbunden.
Auf Händen und Knien
Schafft besten Zugang und lädt zu weiteren Spielarten ein.
Im Stehen
Eignet sich wunderbar für Tools wie Flogger, Reitgerte oder Peitsche.
Tipp: Wer sich einen Extra-Kick wünscht, kann Spanking auch in Kombination mit Fesselspielen ausprobieren.
Vorbereitung, Safe-Words & Aftercare
Ihr wollt beide Spanking Sex ausprobieren und auch darüber gesprochen, welche Körperstellen gespankt werden dürfen? Bevor ihr jetzt loslegt, solltet ihr euch unbedingt auf ein Safe-Word einigen. Fällt das bestimmte Wort, stoppt ihr das Liebesspiel. Übrigens könnt ihr euch auch andere Wörter überlegen, die der*dem Spanker signalisieren, dass kräftiger oder sanfter gespankt werden darf.
Wie auch immer ihr euch entscheidet, Konsens und Sicherheit ist beim Spanken, wie bei jedem anderen sexuellen Abenteuer auch, das A und O. Denn jeder Mensch reagiert anders auf Schmerz. Was für die*den einen kaum spürbar ist, ist für die*den anderen womöglich schon zu viel. Und am Ende soll Sex allen Beteiligten Lust und Spaß bereiten.
Vorbereitung auf das Spanken
Gönn der Haut erst ein paar Streicheleinheiten und wärme sie sanft auf, bevor du die Intensität der Klapse erhöhst.
Starte immer mit leichten Schlägen und steigere das Tempo langsam – so könnt ihr gemeinsam schauen, was sich gut anfühlt.
Kleine Pausen zwischendurch sorgen für Entspannung und halten die Lust am Laufen. Und denk daran: Utensilien wie Rohrstock und Co. gehören in geübte Hände – für Anfänger*innen eignen sich weichere Varianten viel besser.
Beobachte genau, wie dein Gegenüber reagiert, und frag zwischendurch ruhig mal nach, ob alles in Ordnung ist.
Achte außerdem darauf, wirklich nur weiche Körperpartien wie Po oder Oberschenkel zu spanken. Achtung, Verletzungsgefahr! Rücken, Wirbelsäule oder Nieren bleiben absolut tabu! Lies im nächsten Abschnitt, welche Körperzonen du beim Spanken vermeiden solltest.
Spanking Aftercare
Ja, ein aktives Spanking-Spiel kann Spuren auf der Haut hinterlassen. Daher ist es ratsam die entsprechenden Stellen zu beruhigen und zu kühlen. Mittlerweile gibt es entsprechende After-Spanking-Cremes, um die Bereiche bestmöglich zu pflegen.
Auch sanfte Streichel- und Kuscheleinheiten beruhigen die gespankten Stellen.
Neben der körperlichen Aftercare ist auch die emotionale Nacharbeit wichtig um wieder runterzukommen. Dazu gehört Nähe, ein Gespräch, was gut war (und was nicht) und ob eine Wiederholung gewünscht ist.
Langsam steigern: Vom Po zu sensibleren Zonen - das musst du beachten
Grundsätzlich gilt fürs Spanken: je besser die Körperstelle gepolstert ist, desto besser eignet sie sich für sanfte und kräftigere Schläge. Deshalb bietet der Po auch die sicherste Region für Anfänger*innen. Wer sich im gegenseitigen Einverständnis langsam steigern möchte, der sollte bestimmte Zonen besonders behutsam behandeln bzw. gar nicht erst beim Spanking bespielen. In der folgenden Übersichts-Grafik siehst du die Regionen, die sich für euer erstes Mal Spanking eignen und bei welchen Verletzungsgefahr droht.

Was muss ich beim härteren Spanking noch beachten?
Wasser verstärkt die Intensität der Klapse. Spanking-Liebhaber*innen können also vorher gemeinsam baden oder duschen gehen.
Eine weitere Möglichkeit: Nimm Eiswürfel zur Hilfe. Mit diesen kannst du über die Körperstellen der*des Partner*in fahren, die du danach spanken willst. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass härtere Klatscher auch Spuren hinterlassen, die mehrere Wochen sichtbar sein können.
Tipp: Wir legen dir ans Herz, unbedingt eine Code-Wort mit deinem Mann, beziehungsweise deiner Frau, zu vereinbaren. Das schenkt beiden Seiten ein Gefühl von Sicherheit. Zudem könnt ihr durch das Wort jederzeit sofort stoppen, wenn euch das Spanking zu schmerzhaft wird.
Risiken von Spanking
Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Schläge bereiten IMMER Schmerzen, hinterlassen Spuren, und können Verletzungen nach sich ziehen. Wenn es sich nicht gerade um den super-sanften Klapser auf den Hintern handelt, sind Schläge auf den Körper mit Nachwirkungen verbunden. Rote Stellen und blaue Striemen und Flecken sind dabei nur die leichtesten Verletzungen, die beim Spanking passieren können. Weitere Risiken sind:
Quetschungen
Aufplatzen der Haut
geplatzte Blutgefäße
Knotenbildung der Lymphbahnen (weibliche Brust)
Bindegewebsrisse mit Eiterherden im Brustgewebe
Harte Schläge auf den Po können zu Fettembolien und zum Tod führen
Weiter warnen die erfahrenen Expert*innen der BDSM-Community von sklavenforum.de zum Thema Risiken beim Spanking: „Allgemein sollte es so ablaufen, das die Schlagstärke sich langsam verstärkt. So kann man auch die Reaktionen des Partners besser abschätzen.“
Dass die Wirbelsäule und der Bereich der Nieren (also alles unterhalb des Rippenbogens bis zum Ansatz des Pos) unbedingt ausgespart bleiben sollte, empfehlen die Expert*innen eindringlich. Genauso seien die Innenseiten der Oberschenkel für den Einsatz des Rohrstocks ungeeignet, da hier drei Muskeln ansetzen und es leicht zu Verletzungen kommen könne. Ebenso stellen alle Gelenke Tabuzonen dar, da Schläge hier ernsthafte gesundheitliche Schäden verursachen können.
Zudem heißt es dort, dass Substanzen wie Alkohol und Drogen im BDSM-Bereich absolut tabu sein sollten - Chemsex an sich birgt schon Risiken. In Verbindung mit BDSM-Praktiken kann er aber noch gefährlicher werden. Denn bewusstseinsverändernde Substanzen beeinflussen das Schmerzempfinden und die Reaktionsfähigkeit erheblich, was das Risiko schwerer gesundheitlicher Folgen, die oft nicht vorhersehbar sind, enorm erhöht.
Wie baue ich Spanking in mein Sexleben ein?
Wenn dein*e Partner*in das nächste Mal auf dem Weg ins Bad ist, um zu duschen oder vor dem Kleiderschrank steht und sich gerade auszieht, gib ihm/ihr mit deiner Hand einen kleinen Klaps auf den Allerwertesten – und schau, wie die Reaktion ist.
Dein*e Partner*in soll dich spanken? Erzähle ihm*ihr, von deinen Fantasien. Ob während einer heißen Szene im Bett oder bei einem Dinner, ist natürlich dir überlassen. Du willst lieber Taten sprechen lassen? Dann tanze in heißen Dessous vor seiner*ihrer Nase herum. Strecke dabei provokativ dein Hinterteil aus und klatsche selbst ein paar Mal mit deiner Hand drauf, dann macht er/sie es dir von ganz alleine nach. Tipp: Vergiss beim Spanking das Lachen nicht, es sorgt für eine entspannte Atmosphäre. Nimm das Ganze nicht zu ernst, schließlich ist es etwas, an dem beide ihren Spaß haben sollen.
Artikelbild und Social media: stock_colors/iStock














