Chronischer StressIst mein Cortisol erhöht? 6 Zeichen, dass du zu viele Stresshormone produzierst

Cortisol wird auch das Stresshormon genannt – ist der Cortisolspiegel erhöht, steht der Körper unter Strom. Umso wichtiger ist es, erste Anzeichen zu kennen.

Inhalt
  1. Was ist Cortisol eigentlich?
  2. Was sind die Symptome für enen Cortisol-Überschuss?
  3. Wie senke ich die Stresshormone?

 

Was ist Cortisol eigentlich?

Cortisol ist ein Hormon, genauer gesagt Steroidhormon, das mehrere Funktionen im Körper übernimmt. Es wird aber verstärkt bei Anstrengungen – psychisch oder physisch – ausgeschüttet, daher ist häufig von Cortisol als dem Stresshormon die Rede. Ganz ohne Cortisol könnte der menschliche Körper aber gar nicht überleben.

Das Hormon kümmert sich hauptsächlich darum, dass dem Körper jederzeit mit ausreichend Energie versorgt wird. Bei Stress übernimmt Cortisol auch die Aufgabe, die Ressourcen zu schützen – deswegen fährt es den allgemeinen Energieverbrauch herunter. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, wieso man trotz Diät bei einem Cortisol-Überschuss nicht abnimmt.

Der menschliche Körper braucht also Cortisol. Wird das Hormon jedoch zu viel ausgeschüttet, spricht man von Hypercortisolismus, der sich nicht nur in unangenehmen Beschwerden bemerkbar macht, sondern dauerhaft auch die Gesundheit beeinträchtigt.

 

Was sind die Symptome für enen Cortisol-Überschuss?

Erschöpfung

Cortisol erhöht die Leistungsfähigkeit des Körpers, versetzt ihn bei Stress damit aber auch in Alarmbereitschaft. Dauerhaft ist dieser Zustand eine extreme Belastung. Die Muskelkraft nimmt insbesondere in den Beinen ab. Daher äußert sich ein erhöhter Cortisolwert gerade anfangs oft durch Müdigkeit und anhaltende Erschöpfung.

Bluthochdruck

Ist der Körper im Fluchtmodus, steigen Herzfrequenz und Blutdruck an. Bluthochdruck kann also auch durch einen chronischen Cortisolüberschuss entstehen.

Depressive Verstimmung

Frauen wissen: Hormone haben eine starke Auswirkung auf die Laune. Zu viele Stresshormone gehen daher auch an unserer Gefühlswelt nicht spurlos vorbei. Innere Unruhe, depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen und Ängste können Folgen eines Hypercortisolismus sein.

Gewichtszunahme

Wie bereits erwähnt, fährt Cortisol den Stoffwechsel herunter, da es die Energie als Reserve speichern möchte. Daher nehmen Menschen in stressigen Zeiten häufig sogar zu, obwohl sie wenig essen –  Stress sendet das Signal, dass der Körper sich auf schlechte Zeiten vorbereiten muss. Mediziner sprechen oft vom typischen Mondgesicht.

Schlechte Wundheilung und Hautprobleme

Die Gefäße leiden, wenn zu viel Cortisol im Organismus ist. Daher bekommt man schneller blaue Flecken und auch die Wundheilung ist beeinträchtigt. Übrigens macht sich Stress auch in Form von Akne bemerkbar.

Ausbleibende Regelblutung

Der Zyklus einer Frau reagiert sehr empfindlich auf äußere Einflüsse. Stress spielt eine besonders große Rolle. Wird zu viel Cortisol ausgeschüttet, kann das dazu führen, dass der Zyklus unregelmäßig wird oder die Blutungen sogar ganz ausbleiben.

Cortisol ist unter anderem dafür zuständig, auf Stress zu reagieren.

Cortisol ist unter anderem dafür zuständig, auf Stress zu reagieren.
Foto: iStock

 

Wie senke ich die Stresshormone?

Da Cortisol lebenswichtig für den Menschen ist, sollte nicht eigenständig und ohne sichere Diagnose gehandelt werden. Im Blut kann ein Arzt leicht erkennen, ob der Hormonwert erhöht ist. Daraufhin muss zunächst der Ursache auf den Grund gegangen werden.

Ist chronischer Stress der Auslöser für einen Hypercortisolismus, gilt es diesen schnellstmöglich zu beseitigen. Dabei können Entspannungstechniken, ein geregelter Schlafrhythmus und das Eliminieren individueller Stressfaktoren helfen. Auch Alkoholsucht oder Depressionen können zu einem Cortisolüberschuss führen.

Ein zu hoher Cortisolspiegel kann aber auch auf eine Krankheit namens Morbus Cushing zurückführen. Dabei kommt es zu Funktionsstörungen der Hirnanhangdrüse oder der Nebennieren, beispielsweise durch einen gutartigen Tumor. In diesen Fällen kann der Auslöser mithilfe von Medikamenten oder einer Operation gut behandelt werden.

Wie man sieht, können Hormone den Körper ganz schön durcheinander bringen. Wenn du vermutest, dass dein Körper zu viel Cortisol produziert, wende dich in jedem Fall an einen Arzt.

 

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(ww4)

 

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