Blondierung

Haare blondieren: So bekommst du auch zu Hause das beste Ergebnis!

Kann ich meine Haare zu Hause eigentlich selbst blondieren? Klar kannst du das - aber nur, wenn diese Dinge beachtest.

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Ob Blondinen wirklich mehr Spaß haben, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass Blond zu den beliebtesten Haarfarben gehört und immer mehr Frauen ihre Haare künstlich aufhellen. Dafür kannst du dich entweder in Profihände begeben und zum Friseur gehen oder dir die Haare zu Hause selber färben.

Wir verraten dir, worauf es bei der DIY-Methode ankommt, welche Produkte die besten sind und wie du dein Haar nach der strapaziösen Prozedur richtig pflegst, damit deine blonde Mähne mindestens so umwerfend aussieht wie die von Marilyn Monroe. 

Welche Färbemöglichkeiten gibt es: Blondieren, Färben & Tönen

Beim Blondieren werden dem Haar die Farbpigmente entzogen. Von Pechschwarz auf Platinblond ist also möglich, für die Haare jedoch eine echte Tortur! Denn je dunkler die Haare, desto mehr Pigmente müssen mithilfe von Wasserstoffperoxid dem Haar entzogen werden. 

Beim Färben geht es nicht unbedingt weniger schonend zu, auch hier ist jede Menge Chemie im Spiel. Hier funktioniert das Ganze umgekehrt: Dem Haar werden durch das Färben Pigmente eingeschleust. 

Und was passiert bei einer Tönung? Physikalisches Tönen funktioniert nur ohne Chemie, also ohne Wasserstoffperoxid. Somit ist es die schonendste Art der Haarfärbung, allerdings kann man beim Tönen die Haare nicht aufhellen, sondern lediglich ein paar Farbnuancen in die bestehende Haarfarbe bringen. Wer bereits blondes oder graues Haar hat, kann sich dunklere Blondsträhnen tönen, soll es heller werden, musst du zu einem Färbemittel oder eine Blondierung greifen. 

Was du vor dem Blondieren beachten solltest

Für ein strahlendes Blond oder ein paar blonde Strähnchen solltest du die richtige Farbe mit Bedacht wählen. Wichtige Faustregel, nicht mehr als zwei bis drei Nuancen heller gehen, als deine natürliche Haarfarbe - es sei denn, dir gefällt es anders. Auch spielt die Verfassung deiner Haare beim Blondierungsprozess eine wichtige Rolle. Wenn deine Haare in den letzten sechs Monaten schon chemisch behandelt wurden, solltest du dich lieber langsam rantasten. Denn auf einer bereits veränderten Haarstruktur kann sich eine Blondierung deutlich intensiver entwickeln als gewünscht.

Für das gewünschte Ergebnis, also eine perfekte Aufhellung, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Bei der Farbwahl solltest du dich sowohl an deiner natürlichen Haarfarbe, als auch an deinem Hautton orientieren. Zu einem hellen Hautton passen warme Blondtöne wie Gold- oder Honigblond. Platin- und Aschblond dagegen passen besser zu einem Hauttyp mit einem bläulichen oder kühlen Unterton. Du kannst auch den Test machen, um herauszufinden, welche Haarfarbe zu dir passen könnte:

Haare selber blondieren: Wie funktioniert eine Blondierung?

Hast du die richtige Blondierung gefunden, wie zum Beispiel von Schwarzkopf Professional, solltest du unbedingt genau nach Verpackungsanleitung arbeiten. Handschuhe sind Pflicht, da Wasserstoffperoxid extrem aggressiv ist. Verwende alte oder weiße Handtücher, da sie beim Färben stark ausbleichen können. Da die Haare am Ansatz schneller aufhellen, solltest du dich von den Spitzen hoch zum Haaransatz arbeiten, nur so kannst du ein natürliches Ergebnis erzielen.

Die Einwirkzeit für aufgehellte Haare beträgt in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten. Diese Zeit solltest du möglichst genau einhalten. Bei dunkleren Haaren gilt eine längere Einwirkzeit, um die Haare aber nicht nachhaltig zu schädigen, solltest du lieber in mehreren Sitzungen schrittweise aufhellen.

Nach Ende der Einwirkzeit solltest du dein Haar gründlich waschen. Um kaputte Haare zu vermeiden, gönn deinem im Anschluss Verwöhnprogramm, etwa mit einer Haarkur oder Maske. Es gibt auch spezielle Kuren für blondiertes Haar, welche nicht nur eine Extraportion Pflege verleihen, sondern auch das colorierte Haar versiegeln. Deine Haare bleiben nach der Blondierung angegriffen, trockenes Haar pflegst du also am besten einmal wöchentlich mit einer speziellen Kur und Spülung. Für die Wäsche solltest du ab sofort auf ein Shampoo zurückgreifen, das perfekt auf die Bedürfnisse deiner Haare abgestimmt ist.

Welche Hausmittel gibt es? Blondieren mit Honig, Backpulver & Co.

Wer von Natur aus blonde Haare hat, kann sich auch an Hausmitteln zum Blondieren versuchen. Honig, Zitrone, Kamille, Sonne und Backpulver stehen zur Auswahl. Wie was funktioniert: 

  • Honig: Eine Haarmaske aus Honig ist erfolgversprechend. Wird der Honig erhitzt, entfaltet sich das Enzym Peroxid, welches auch in Blondierungen enthalten ist. Nach dem der Honig abgekühlt ist, ihn mit Wasser und Apfelessig zu einer cremigen Masse vermischen. Nun den Mix aufs Haar auftragen, mit Frischhaltefolie abdecken, zwei Stunden einwirken lassen und anschließend gründlich ausspülen.

  • Zitrone, Kamille und ab in die Sonne: Frischgepressten Zitronensaft oder Kamillentee in eine Sprühflasche füllen und aufs Haar auftragen. UV-Licht unterstützt die Prozedur, also ab in die Sonne. 

  • Backpulver: Ja, Backpulver ist ein echtes Wundermittel. Für die Aufhellung einfach zwei Päckchen Backpulver mit einem viertel Liter warmen Wasser mischen. Den Mix 20 Minuten im trockenen Haar einwirken lassen. Anschließend gründlich ausspülen. 

Haare Blondieren so klappt es auch zu hause
Foto: Ben Kriemann/Getty Images

Welche Haare kann man blondieren und welche nicht?

Prinzipiell lässt sich jede Haarfarbe blondieren, allerdings ist die Frage, welche Strapazen du und dein Haar dafür bereit seid, auf auch euch zu nehmen. Bei einer Blondierung werden dem Haar natürliche Farbpigmente entzogen und gleichzeitig künstliche Pigmente eingelagert. Von Natur aus dunkelblondes Haar lässt sich also schnell und einfach um ein paar Nuancen aufhellen. Braunes oder gar schwarzes Haar kann ebenfalls blondiert werden, diese Prozedur ist aber deutlich aufwendiger und sollte für ein optimales Ergebnis unbedingt von einem Friseur durchgeführt werden. Der Aufhellungsprozess läuft dabei über Rot, Orange und Gelb bis schließlich hin zu Weißblond. Den optimalen Blondton fügt der Profi dem Haar dann mittels Tönung hinzu. 

Übrigens, bereits coloriertes Haar kann nicht heller gefärbt werden. Statt einem schönen Blondton ist das Ergebnis meist eher ein unschöner Gelbstich. 

Die Haarstruktur spielt beim perfekten Blond natürlich auch eine wichtige Rolle. Dickes Haar ist grundsätzlich strapazierfähiger als dünnes oder feines Haar. Durch die Blondierung kann feines Haar leicht abbrechen und so wirken blonde Haare schnell ungesund. 

Bei einer Aufhellung oder Blondierung werden die Pigmente im Haar dauerhaft entfernt. Wachsen die Haare, sieht man den Farbunterschied schnell am Haaransatz. Je größer der Unterschied zur Naturhaarfarbe ist, desto häufiger sollte zum Erhalt entweder von dir oder vom Friseur nachgefärbt werden. 

Wie kann ich meine Haare nach einer Blondierung optimal pflegen?

Die richtige Pflege ist Key und für eine schöne Farbe und gesunde Haarstruktur unerlässlich. Zuerst brauchst du ein richtig gutes Shampoo, am besten eins, das extra für blondiertes Haar gemacht ist. Bei Blondierungen entsteht schnell ein Gelbstich, dem kannst du mit sogenannten Silbershampoos entgegenwirken.

Im nächsten Schritt darf ein feuchtigkeitsspendender Conditioner nicht fehlen. So werden die Haare nach dem Waschen nicht nur sanft entwirrt, ihnen wird auch nach jeder Wäsche eine Extraportion Feuchtigkeit zugeführt. So hat trockenes Haar keine Chance.

Mindestens einmal pro Woche solltest du dein Haar mit einer speziellen Keratin-Maske verwöhnen. Und zu guter Letzt solltest du ein Haaröl verwenden, das nach der Pflege besonders in die Spitzen eingearbeitet wird. Es versorgt das Haar mit wertvollen Lipiden und Mineralien und sorgt für einen schönen Glanz. Kleiner Tipp: Auch trockene Kopfhaut kann mit dem Öl behandelt werden.

Beim Styling ist weniger mehr. Deine Haare sind bereits stark beansprucht. Gerade mit Glätteisen, Lockenstab und Co. solltest du in den ersten Wochen nach der Aufhellung sparsam umgehen.