Kamasutra

X-Stellung: Das große X ist die bessere Reiterstellung

Die X-Stellung verspricht intensiven Sex für Kamasutra-Fans. Wir erklären, was es mit der Sexstellung auf sich hat.

Pärchen liegt leicht bekleidet unter der Bettdecke und kommt sich nahe.
Foto: DMP / iStock
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„Kamasutra ist weitaus mehr als erotische Akrobatik, sondern es geht vielmehr auch um das Gelingen eines guten Liebes-Lebens“, erklärt Katharina Bonk, Lust-Expertin und Autorin des Buchs „Kamasutra, Baby!“ gegenüber wunderweib.de.

Recht hat sie – und der beste Beweis ist diese Sex-Stellung aus der indischen Liebeslehre: „Das große X“ oder einfach „X-Stellung“. Wir erklären, wie die Sexstellung funktioniert und warum sie für Kamasutra-Anfänger*innen bestens geeignet ist.

Was ist die X-Stellung?

Die „X-Stellung“ kommt wie bereits erwähnt aus dem Kamasutra. Schaut man sich die Position an, wird klar, warum sie so heißt: Das Liebespaar ähnelt bei der Stellung dem Buchstaben X.

Die X-Stellung erinnert an das „Reserve-Cowgirl“ oder an das „fliegende Entenpaar“. Die leitet sich wiederum von der Reiterstellung ab, weshalb sie auch „umgekehrte Reiterstellung“ genannt wird. Die aktive Person setzt sich für die „X-Stellung“ mit dem Rücken auf die unten liegende Person. Allerdings bleibt sie nicht wie beim „Reserve Cowgirl“ sitzen, sondern legt sich flach nach vorne hin.

Die Position ist eine Win-Win-Situation für Menschen jeglicher sexueller Orientierung. Sowohl heterosexuelle als auch lesbische Paare (mit Strap-on) kommen hier auf ihre Kosten. Auch Analsex ist für schwule Paare möglich (wenngleich möglicherweise auch etwas körperlich anstrengend aufgrund des Eindringwinkels).

Alle Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

  • Stimulation des G-Punktes durch die Enge des Eindringwinkels

  • Für Kamasutra-Anfänger*innen geeignet

  • Gut geeignet für Männer mit kleinem Penis

  • Viel Körperkontakt

  • Entspannte Sexstellung mit geringer Kraftanwendung

Nachteile:

  • Kein Blickkontakt

Wie funktioniert die X-Stellung?

Grafik auf der eine Frau und ein Man Sex in der Kamasutra-Stellung X haben.
Foto: Wunderweib Redaktion
  1. Für die X-Stellung legt sich der penetrierende Part mit gespreizten Beinen auf den Rücken.

  2. Nun kann sich der aktive Part umgekehrt drauflegen, also so, dass die Füße rechts und links vom Kopf des anderen abgelegt sind und der Oberkörper zwischen den gespreizten Beinen der passiven Person ruht.

  3. Der oben liegende Part kann sich flach auf den Körper der unten liegenden Person legen und sich zusätzlich mit den Händen abstützen.

  4. Die unten liegende Person kann nun eindringen, während der aktive Part oben den Winkel der Penetration sowie die Intensität und die Geschwindigkeit bestimmt, indem er oder sie das Becken hin und er bewegt.

Kamasutra ist mehr als Sex-Akrobatik: Was dahinter steckt

Das Wort „Kama“ heißt aus dem Indischen übersetzt „Sinnlichkeit“ oder „Lust“. „Sutra“ ist der Begriff für die indischen Lehrschriften in Versform. Grob übersetzt bedeutet das Wort Kamasutra also „Lehrbuch über die Lust“.

Doch Kamasutra ist weit mehr als Sexgymnastik. „Das Kamasutra, wie es uns heute vorliegt, ist im Grunde ein kommentiertes Sammelwerk, dessen Ursprung im Alten Indien liegt und das zirka 250 bis 350 nach Christus entstand“, erklärt Katharina Bonk in ihrem Buch „Kamasutra, Baby!“ (S. 4f).

Was kaum bekannt ist: „Es handelte sich um Schriften und Essays, welche über die Zeit zu zerfleddern und verloren zu gehen drohten, woraufhin ein indischer Mann, über den nicht viel mehr als sein Name bekannt ist, diese sortierte, zusammenfasste und kommentierte: Mallanaga Vatsyayana.“ Daher wird heut manchmal vom Kamasutra nach Vatsyayana gesprochen.

Heraus kamen sieben Bücher mit mehreren Kapiteln, die die Leser*innen u.a. lehren, wie sie einander romantisch näherkommen und wie Menschen ihre Beziehungen erotisch leben und optimieren können. „Das Kamasutra könnte mit ein bisschen Wohlwollen als einer der ersten Beziehungsratgeber bezeichnet werden“, schreibt Lust-Expertin Katharina Bonk.

Die wichtigsten Tipps & Varianten für die Sexstellung

Damit die X-Stellung zum heißen liegenden Ritt wird, kommen hier ein paar Tipps:

  1. Der richtige Untergrund: Sex auf einer sehr weichen Matratze könnte für diese Sexstellung nicht geeignet sein, weil ihr zu sehr einsackt. Wählt also am besten einen Untergrund, der weder zu hart noch zu weich ist.

  2. Kissen für mehr Komfort: Ein Kissen unter dem Kopf für die auf dem Rücken liegende Person bringt nicht nur Entspannung für den Nacken – die Sicht auf den Po der anderen Person wird um einiges klarer... Außerdem könnt ihr mit einem Kissen unter dem Po der passiven Person die Haltung erleichtern, weil das Becken kaum oder gar nicht angehoben werden muss.

  3. Zusätzliche Stimulation am Po: Die unten liegende Person kann mit den Händen den Po der aktiven Person stimulieren, z.B. mit den Fingern am Anus (Achtung, bitte Hygiene achten!) oder einem Anal-Toy.

  4. Varianten der X-Stellung ausprobieren: Von der X-Stellung könnt ihr ganz einfach zum oben erwähnten „Reserve Cowgirl“ wechseln. Andere Sexstellungen, die sich anbieten, sind z.B. die „69er-Stellung“, also gegenseitiger Oralsex, oder „die Hocke“, bei der eine Person ebenfalls oben ist, sowie „der Damensattel“.

X-Stellung: Diese Sextoys machen es noch aufregender

Um der X-Stellung mehr Würze zu verleihen, eignet sich ein Sexspielzeug für Paare oder Analspielzeug. Bei letzterem unbedingt Gleitmittel benutzen, sonst kann es schnell unangenehm am Anus werden. Wir haben dir unsere Favoriten zusammengestellt:

Artikelbild und Social Media: DMP / iStock