Liebes-AusEntlieben: Geht das und wenn ja, wie?

Einige stellen sich die Frage, weil sie unglücklich verliebt sind, andere haben Angst, ihre Gefühle für den Partner könnten einmal verloren gehen: Kann man sich entlieben und wenn ja, wie?

Inhalt
  1. Kann man sich entlieben?
  2. Ich muss jemanden loslassen: Wie entliebe ich mich?
  3. Langzeitbeziehung: Wie verhindere ich, dass ich mich entliebe?

Im Duden findet man unter „entlieben“ den Eintrag: „aufhören [einander, jemanden] zu lieben“ – das trifft zwar den Nagel auf den Kopf, aber der Komplexität des Phänomens wird diese Definition wohl kaum gerecht. Das Wort kann auch vollkommen verschieden verstanden werden: „Entlieben“ kann bedeuten, dass wir aufhören wollen, jemanden zu lieben oder ganz im Gegenteil Angst davor haben, unsere Gefühle für einen geliebten Menschen zu verlieren (beispielsweise in einer Langzeitbeziehung). Wir sind dem Phänomen des „Entliebens“ auf den Grund gegangen und sind zu folgenden Erkenntnissen gekommen.

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Kann man sich entlieben?

Dass man sich in dem Sinne entlieben kann, dass man die Liebe zu einem Menschen verliert, ohne es zu wollen, ist eine Tatsache: Paare, die viele Jahre miteinander verbracht haben und sich trennen, weil sie sich nicht mehr lieben, sind leider kein seltenes Phänomen: Das Entlieben kann von einem „wir haben nur noch freundschaftliche Gefühle füreinander“ bis zu „wir können nicht mehr miteinander sprechen oder uns in die Augen sehen“ reichen.

Die weitaus schwieriger zu beantwortende Frage ist, ob man sich willentlich entlieben kann, wenn man eine Person aus dem einen oder anderen Grund nicht lieben will oder darf. Hier steht uns zuallererst die menschliche Natur im Weg. Wer kennt es nicht: Das, was wir nicht haben können oder dürfen, begehren wir oft am meisten. Dennoch gibt es Strategien und Wege, die es leichter machen sich zu entlieben und loszulassen. Natürlich können wir starke Gefühle nicht einfach abschalten, aber einen Einfluss auf sie nehmen können wir durchaus.

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Ich muss jemanden loslassen: Wie entliebe ich mich?

Es gibt in unserem Kopf keinen „Liebe-an/aus-Schalter“. Sich zu entlieben und jemanden loslassen zu können, ist ein Prozess und kostet Zeit, die man sich selbst auch zugestehen muss.

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1. Der Status quo: Objektiv bewerten und akzeptieren

Schreib dir am besten ganz klar auf, warum du dich entlieben musst. Hat er eine Freundin, liebt er dich einfach nicht oder schadet er dir sogar? Eine schwarz-auf-weiß-Liste klingt überflüssig, aber vor allem inmitten von konfusen und starken Gefühlen kann sie der Anker sein, der dich auf dem Boden der Tatsachen hält. Mit dem Schreiben einer Entliebungs-Liste kannst du außerdem akzeptieren: Deutliche Worte auf einem Blatt Papier sortieren das Hin und Her und das Für und Wider zwischen Herz und Kopf.

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2. Trennung: Einen klaren Schlussstrich ziehen

Wer sich entlieben will, sollte dem Liebesobjekt weder in den sozialen Medien folgen, noch regelmäßig mit ihm Kaffee trinken: Nur ein klarer Schlussstrich kann verhindern, dass Gefühle immer neue Nahrung finden.

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3. Trauer: Gesteh dir zu traurig zu sein

Egal wie „falsch“ oder „bescheuert“ deine Gefühle sind: Gesteh dir zu, sie zu fühlen und traurig zu sein. Sprich mit einer vertrauten Person und rede über das, was in deinem Inneren vor sich geht und dich quält.

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4. Ablenkung: Tu Dir Gutes und stärke dein Selbstbewusstsein

Natürlich brauchst du Zeit, dich einzuigeln, romantische Filme zu gucken und dabei dem Schokoladengott zu huldigen. Traurig sein und auch ein bisschen Selbstmitleid gehören dazu und sind vollkommen in Ordnung. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem du unbedingt Ablenkung suchen solltest! Wir sprechen hier nicht von Arbeit oder irgendwelchen Pflichten: Unternimm schöne Dinge mit Freundinnen oder melde dich endlich für den Pole-Dance- oder Fotografie-Kurs an, den du schon ewig machen willst.

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5. Verliebe Dich neu!

Viele Menschen haben das Glück, dass ihnen die Liebe einfach so über den Weg läuft. Wenn das bei dir nicht passiert und du aber das Gefühl hast, bereit für etwas Neues zu sein, scheu dich nicht, das Glück zu suchen: Das Ziel muss nicht die große Liebe sein – kleine, aufregende Flirts, die die Gefühle in Wallung bringen und das Selbstwertgefühl pushen sind auch schön und helfen beim endgültigen Entlieben.

Kann man sich entlieben und wenn ja, wie geht das?
Sich zu entlieben ist ein Prozess und kann nicht erzwungen werden.
Foto: iStock
 

Langzeitbeziehung: Wie verhindere ich, dass ich mich entliebe?

Liebe kann verloren gehen – manchmal entlieben wir uns, ohne es zu wollen und stellen (entweder ganz plötzlich oder nach und nach) fest, dass unsere Gefühle für den Partner sich geändert haben oder schlichtweg nicht mehr da sind. Manchmal ist das einfach der Lauf der Dinge oder das Ergebnis einer Entwicklung, die wir oder unser Partner vollzogen haben – grundsätzlich sollte man jedoch immer an einer Beziehung arbeiten, um einem unfreiwilligen Entlieben vorzubeugen.

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1. Tut, was frisch Verliebte tun

Auch, wenn ihr schon ewig und einen Tag zusammen seid: Verabredet euch für Dates! Unternehmt regelmäßig schöne (nicht alltägliche) Dinge miteinander. Sich abwechselnd zu überraschen (zum Beispiel einmal im Monat), hält die Liebe frisch. Die Verabredungen müssen auch nicht jedes Mal Bungee-Jumping-artige Abenteuer sein – ein neues Restaurant oder die neue Ausstellung in der Stadt garantieren auch Quality-Time abseits des Alltags.

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2. Schenkt euch Aufmerksamkeit

Fragt euren Partner, wie sein Tag war und legt das Handy weg und seht ihm in die Augen, wenn er mit euch spricht: Klingt selbstverständlich, aber je länger eine Beziehung währt, desto wichtiger ist es, dem Partner die volle Aufmerksamkeit zu schenken, wenn man Zeit miteinander verbringt. Die Kunst ist, den Partner auch nach Jahren nicht als selbstverständlich anzusehen.

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3. Chose your battles: Macken ansprechen oder akzeptieren

Es gibt Macken eines Partners, die einen unendlich auf die Palme bringen… In so einem Fall: Bloß nicht schweigen, sondern offen und ehrlich ansprechen (in einem guten Moment, nicht, wenn man gerade hoch oben auf der Palme sitzt…). Bei kleineren Macken, die nervig, aber nicht gravierend sind: Akzeptieren und allenfalls innerlich drüber lachen – nicht daran aufhängen, kein Mensch ist perfekt.

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4. Freiraum nehmen und geben

Beziehungen profitieren ungemein, wenn beide Partner auch unabhängig Dinge voneinander unternehmen und sich außerhalb ihrer Beziehung bereichern lassen, um damit wiederum die Beziehung zu bereichern: Sei es Entspannung und Ausgelassenheit oder eine Geschichte zum Teilen: Glückliche Beziehungen brauchen auch Impulse von außen, damit kein grauer Alltag aufkommen kann.

 

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