ErnährungMontignac-Diät: Wie sie geht, und was sie bringt

Montignac Diaet Glykaemischer Index Rotwein
Steak und Rotwein: Bei der Montignac-Diät erlaubt!
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Inhalt
  1. Was steckt hinter der Montignac-Methode?
  2. Die zwei Phasen der Montignac-Diät
  3. Montignac-Diät: der Praxis-Check

Die Montignac-Diät  wurde schon in den 70er Jahren entwickelt. Sie war die erste, die den glykämischen Index berücksichtigte und das Low-Carb-Prinzip nutzte. 

 

Was steckt hinter der Montignac-Methode?

Im Prinzip kennen die meisten die Grundidee der Montignac-Diät bereits. Denn dabei dreht sich alles um den glykämischen Index (Glyx oder GI). Dieses Ernährungsprinzip gehört also zu den Low-Carb-Diäten.

Anders als andere Ernährungsformen erlaubt diese Diät auch öfter mal ein Glas Rotwein. Allein deswegen ist sie sehr beliebt. Michel Montignac war einer der ersten, der den glykämischen Index von Lebensmitteln berücksichtigte, weil diese den Blutzucker in die Höhe treiben. Hohe Blutzuckerwerte behindern das Abnehmen und erhöhen das Diabetesrisiko.

Montignac teilte die Lebensmittel in drei Gruppen ein: in sehr gute, gute und schlechte Kohlenhydrate.

  • Einen GI bis 35 klassifizierte er als sehr gute Kohlenhydrate. Dazu gehören rohe Karotten, Milchprodukte, Zwiebeln, einige frische Obstsorten, grüne Linsen und dunkle Schokolade mit 70 % Kakaoanteil.
  • Gute Kohlenhydrate haben ein GI von 35-50. Das sind beispielsweise Vollkornprodukte, ungesüßte Fruchtsäfte, Süßkartoffeln, frische Erbsen, Spaghetti, wenn sie bissfest gekocht sind.
  • Schlechte Kohlenhydrate weisen einen GI von mehr als 50 auf. Kartoffeln, weißer Reis, Weißbrot, Cornflakes, Milch,  Zucker und gesüßte Getränke, zum Beispiel Limonade, Schokoriegel, Marmelade und Bananen gehören dazu.
 

Die zwei Phasen der Montignac-Diät

In der ersten, strengen Phase sind Lebensmittel mit schlechten Kohlenhydraten komplett verboten. Wie lange diese Phase dauert, ist individuell verschieden. Das richtet sich nach den Abnehmerfolgen. Gute Kohlenhydrate sollen während dieser Phase nicht mit Fetten kombiniert werden. Alkohol und Kaffee sind außerdem tabu.

Wenn das Zielgewicht erreicht ist, beginnt die zweite Phase. Sie soll dann als lebenslange Ernährungsform beibehalten werden. Auch in dieser Phase sollte Fett nur mit Eiweiß kombiniert werden. Nur Lebensmittel mit sehr niedrigem GI dürfen als Begleiter zu fettreichen Speisen auf den Teller. In der zweiten Phase ist öfter mal ein Glas Rotwein erlaubt. 

 

Montignac-Diät: der Praxis-Check

Ob das Low-Carb-Prinzip reicht um abzunehmen, gilt als umstritten. Immerhin liefern die extrem konsumierten Fette reichlich Kalorien. Außerdem ist die Montignac-Diät eine eiweißbetonte Ernährungsform. Im Durchschnitt werden mehr als 20 % Eiweiß zu sich genommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aber nur 15. Denn zu viel Protein kann zu Nierenproblemen führen und Harnsäurewerte, die Gichtanfälle auslösen können, hochtreiben. 

 

Keine Lust auf Kohlenhydrate? Das Video zeigt, worauf es dabei ankommt.

 

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