Ernährungsumstellung

Montignac-Methode: Wie du mit ihr abnehmen kannst

Die Montignac-Methode wurde schon in den 70er Jahren entwickelt. Sie war die erste Diät, die den glykämischen Index berücksichtigte und das Low-Carb-Prinzip nutzte. Wie die Montignac-Methode genau funktioniert und warum es sich dabei um keine normale Diät handelt, erfährst du hier.

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Michel Montignac ist der Erfinder dieser Diät und nahm mit ihrer Hilfe über 20 Kilogramm ab. Die in den 1970ern erfundene Montignac-Methode verfolgt eine klare Grundidee: Nicht die von uns aufgenommenen Kalorien lassen uns dick werden, sondern der erhöhte Glykämische Index (GI). Deshalb spielt der GI die Hauptrolle bei dieser Diät-Variante. Wie sie funktioniert und ob die Montignac-Methode wissenschaftlich belegt wurde, klären wir auf.

Monodiät: Das musst du über die Diät-Variante wissen

Was steckt hinter der Montignac-Methode?

Im Prinzip kennen die meisten die Grundidee der Montignac-Methode bereits. Denn dabei dreht sich alles um den Glykämischen Index (Glyx oder GI). Dieses Ernährungsprinzip gehört also zu den Low-Carb-Diäten.

Michel Montignac war einer der ersten, der den Glykämischen Index von Lebensmitteln berücksichtigte, weil diese den Blutzucker in die Höhe treiben. Hohe Blutzuckerwerte behindern das Abnehmen und erhöhen das Diabetesrisiko.

Montignac teilte die Lebensmittel in drei Gruppen ein:

  • Einen GI bis 35 klassifizierte er als sehr gute Kohlenhydrate. Dazu gehören rohe Karotten, Milchprodukte, Zwiebeln, einige frische Obstsorten, grüne Linsen und dunkle Schokolade mit 70 % Kakaoanteil.
  • Gute Kohlenhydrate haben einen GI von 35-50. Das sind beispielsweise Vollkornprodukte, ungesüßte Fruchtsäfte, Süßkartoffeln, frische Erbsen und Spaghetti, wenn sie bissfest gekocht sind.
  • Schlechte Kohlenhydrate weisen einen GI von mehr als 50 auf. Kartoffeln, weißer Reis, Weißbrot, Cornflakes, Milch,  Zucker und gesüßte Getränke, zum Beispiel Limonade, Schokoriegel, Marmelade und Bananen gehören dazu.

Die große Glyx-Tabelle: Lebensmittel nach GI aufgeschlüsselt

Die zwei Phasen der Montignac-Methode

In der ersten, strengen Phase sind Lebensmittel mit schlechten Kohlenhydraten komplett verboten. Wie lange diese Phase dauert, ist individuell verschieden. Das richtet sich nach den Abnehmerfolgen. Gute Kohlenhydrate sollen während dieser Phase nicht mit Fetten kombiniert werden. Alkohol und Kaffee sind außerdem tabu.

Wenn das Zielgewicht erreicht ist, beginnt die zweite Phase. Sie soll dann als lebenslange Ernährungsform beibehalten werden. Auch in dieser Phase sollte Fett nur mit Eiweiß kombiniert werden. Nur Lebensmittel mit sehr niedrigem GI dürfen als Begleiter zu fettreichen Speisen auf den Teller. In der zweiten Phase ist öfter mal ein Glas Rotwein erlaubt. 

Montignac-Diät: der Praxis-Check

Laut einer kanadischen Studie ist die Montignac-Diät erfolgreich in Bezug auf eine gesunde Gewichtsreduktion. Allerdings ist diese Studie nicht repräsentativ aufgrund ihrer geringen Teilnehmerzahl sowie der kurzen Dauer. Außerdem gibt es noch einige andere Faktoren zu bedenken. 

Bei der Montignac-Methode handelt es sich um eine eiweißbetonte Ernährungsform. Im Durchschnitt werden mehr als 20 % Eiweiß zu sich genommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt aber nur 15. Denn zu viel Protein kann zu Nierenproblemen führen und die Harnsäurewerte, die Gichtanfälle auslösen können, hochtreiben.

Zudem ist die Nährstoffrelation bei einer strengen Form der Diät sehr unausgewogen, da meist wenig Obst, Gemüse und gesunde Getreidesorten konsumiert werden, als es die DGE für sinnvoll befindet. 

Außerdem sollte man beachten, dass der Blick allein auf den glykämischen Index von Lebensmitteln nicht sinnvoll ist. Denn nachweislich ist der GI von komplexen Gerichten meist geringer, als das Aufaddieren der einzelnen Nahrungsmittel vermuten lässt.

Aber die Montignac-Diät hat auch positive Seiten. Sie schult eine bewusste Auswahl an Lebensmitteln. Zudem setzt sie auf eine fettarme Zubereitung von Gerichten und der Verzicht auf Zucker ist definitiv gesundheitsfördernd. 

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