Der weibliche Zyklus PMS erklärt: Was ist das Prämenstruelle Syndrom eigentlich?

„Ich hab‘ PMS“, sagen Frauen gerne, wenn sie sich vor der Periode unwohl fühlen. Die Beschwerden kennen viele besser, als ihnen lieb ist – aber was passiert beim Prämenstruellen Syndrom eigentlich wirklich im Körper?

Der Bauch ist aufgebläht, die Hose kneift und dann wacht man auch noch mit einem dicken Pickel im Gesicht auf. An manchen Tagen möchte man am liebsten wieder ins Bett gehen. Zum Beispiel an den Tagen vor den Tagen.

Und noch während man sich fragt, ob man krank wird oder zugenommen hat, macht es plötzlich Klick. Man wagt einen Blick in den Kalender, rechnet vor und zurück und dann fügen sich auch schon alle Beschwerden wie ein Puzzle zusammen. Das Prämenstruelle Syndrom hat wieder zugeschlagen.

Nicht alle, aber viele Frauen kennen das Problem. Die Zeit vor der Periode kann für manche sogar unangenehmer ausfallen als die Menstruation selbst. Aber wieso ist das eigentlich so? Was passiert kurz vor der Periode mit unserem Körper – und wieso stellt er sich so gegen uns?

 

Hallo PMS! Wo kommst du eigentlich her?

 

70 Prozent der Frauen leiden unter PMS - dem prämenstruellen Syndrom.
70 Prozent der Frauen leiden unter PMS - dem prämenstruellen Syndrom.
Foto: iStock

Jeden Tag, ja jede Sekunde, passieren unzählige Dinge im Körper, von denen wir gar nichts merken – man denke nur einmal an den Atem. Bei Frauen kommt zu den alltäglichen Aufgaben der Zyklus hinzu. Dieser besteht durchschnittlich aus 28 Tagen, in der Mitte findet der Eisprung statt. Danach beginnt die Zeit, in der viele Frauen unter dem Prämenstruellen Syndrom leiden. Wieso ist das so?

Im Laufe des Zyklus kommt es im Körper zu erheblichen Hormonschwankungen. Die gehen nicht spurlos an unserem Wohlbefinden vorbei. Vor allem nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel stetig ab. Das bekommen wir beispielsweise mit einem Leistungseinbruch und Stimmungstief zu spüren. Gleichzeitig kommt es zu einem Progesteron-Überschuss. Das kann wiederum zu Wassereinlagerungen im Körper führen, die beispielsweise eine Gewichtszunahme und schmerzende Brüste mit sich ziehen.

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Zudem kommen äußere Faktoren hinzu, die die Entstehung und das Ausmaß des Prämenstruellen Syndroms begünstigen können. Dazu zählen beispielsweise Stress, psychische Belastungen, aber auch Nikotinkonsum, Mangelerscheinungen, Schilddrüsenerkrankungen und genetische Veranlagung.

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Die Beschwerden können also gleich nach dem Eisprung anfangen und bis zu 14 Tage andauern – dabei handelt es sich nicht nur um typische Bauchschmerzen, insgesamt werden 150 physische und psychische Symptome dem PMS zugeordnet. Die Ausprägung der Symptome ist meist von Frau zu Frau, aber auch Monat zu Monat unterschiedlich. Dabei kann auch Stress eine Rolle spielen. Ist mein Cortisol erhöht? 6 Zeichen, dass du zu viele Stresshormone produzierst

70 Prozent der Frauen leiden unter PMS. Geht es ihnen in dieser Zeit besonders schlecht, spricht man von PMDS – einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung. Als ernstzunehmende Diagnose ist die Störung trotzdem noch immer nicht anerkannt.

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