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Zahnbleaching zuhause: Aufheller für ein strahlendes Lächeln

Du wünschst dir weiße Zähne aber eine professionelle Behandlung beim Zahnarzt ist dir zu teuer? Es gibt einige Produkte, mit denen du ein Zahnbleaching zuhause durchführen kannst. Wir erklären dir, worauf du dabei achten musst.

Zahnbleaching zuhause
Viele Produkte versprechen ein Zahnbleaching zuhause Foto: GettyImages/ Veronique Beranger
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Die meisten Menschen wünschen sich strahlend weiße Zähne. Allerdings werden diese im Alltag ziemlich stark beansprucht. Kaffee, Rotwein und vielleicht auch Nikotin sorgen dafür, dass die Zähne im Laufe der Zeit verfärben und das Lächeln nicht mehr ganz so hell strahlt. Ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt ist ziemlich teuer und verursacht in einigen Fällen auch Schmerzen, daher ist die Nachfrage auf Home-Bleaching Methoden in den letzten Jahren enorm gestiegen - und somit auch das Angebot.

Whitening Kits, Whitening Stripes oder aufhellende Zahnpasta – ein strahlendes Lächeln schien nie einfacher. Aber nicht alles, was weiße Zähne verspricht, ist wirklich sicher in der Anwendung und einige Zahnbleaching-Produkte können sogar schädlich sein. Und da gesunde Zähne noch wichtiger als weiße Zähne sind, bekommst du hier ein paar Tipps, wie du gute Ergebnisse zu Hause erzielen kannst, ohne dem Gebiss zu schaden.

Bleaching-Stifte versprechen ein strahlendes Lächeln - quasi to go. Dieser Teeth Whitening Pen ohne Peroxid wird nach dem Zähneputzen auf das getrocknete Gebiss aufgetragen und muss 20 Minuten einwirken. Danach werden die Zähne erneut geputzt, um das überschüssige Gel zu entfernen. Dank der praktischen Größe sind die Stifte auch ein perfekter Reisebegleiter.

Für wen eignet sich das Zahnbleaching zuhause?

Ein Zahnbleaching zuhause eignet sich prinzipiell für jede*n, die oder der sich weißere Zähne wünscht. Die Voraussetzung ist jedoch, dass diese gesund sind und du nicht bereits unter Zahnfleischproblemen leidest oder dein Zahnschmelz angegriffen ist. Gönn dir zudem regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung, denn diese ist die beste Basis für strahlend weiße Zähne.

Zahnbleaching zuhause: Was musst du beachten?

Grundsätzlich solltest du auch vor dem Bleichen zuhause einmal einen Zahnarzt aufsuchen, um sicherzustellen, dass deine Zähne gesund sind. Wenn diese nämlich bereits angegriffen sind, kann das Bleichen weiteren Schaden zufügen und im schlimmsten Fall werden sie porös und brechen ab.

Außerdem solltest du dich vorsichtig an die Behandlung herantasten und lieber auf eine langsame, stufenweise Aufhellung setzen. Wenn du ein Produkt beispielsweise zwischen 30 und 60 Minuten einwirken lassen kannst, starte ruhig erstmal mit den 30 Minuten, bevor du es komplett ausreizt. So kannst du schauen, wie deine Zähne auf das Bleaching reagieren und wenn du merkst, dass du das Produkt nicht verträgst, brich die Behandlung bitte sofort ab. 

Zudem benötigst du ein wenig Geduld, denn im Gegensatz zum professionellen Bleaching beim Zahnarzt, fehlt das extrem helle Sofortergebnis. Die Produkte für die private Anwendung sind geringer konzentriert und benötigen daher länger, um sichtbar zu wirken.

Welche Methoden für das Zahnbleaching zuhause gibt es?

Hellere Zähne durch White Stripes

Die erste Home-Bleaching Methode sind White Strips, welche die Zähne stufenweise aufhellen. Diese werden auf die Zähne geklebt und nach der angegebenen Wartezeit wieder abgezogen. Nach ein paar Tagen kannst du dich von gelben Zähnen verabschieden und dich über ein strahlendes Lächeln freuen.

Diese Whitening Strips sind laut Hersteller schonend zum Zahnschmelz und ermöglichen bis zu acht Stufen Aufhellung – ohne Schmerzen. Die Packung enthält Streifen für 14 Tage, welche mit Kokos und Menthol angereichert sind, um ein angenehmes Geschmackserlebnis im Mund zu schaffen. Eine Behandlung bis zu 14 Tagen wird empfohlen, allerdings berichten Tester*innen schon über sichtbare Ergebnisse nach der ersten Anwendung. Um deine Zähne mit den Whitening Strips zu bleichen, musst du nicht viel beachten. Die Streifen werden sowohl auf die untere als auch die obere Zahnreihe einen Streifen geklebt. Nun wartest du die empfohlene Tragezeit ab und entfernst die Streifen wieder.

Whitening-Zahnpasta

Whitening Zahnpasta ist die wohl alltagsfreundlichste Methode, um die Zähne zu bleachen, schließlich putzt ihr die sowieso täglich. Es gibt verschiedene Zahnpasten, die ein strahlendes Lächeln versprechen - wir haben euch zwei Produkte rausgesucht.

Mit der Opalscences Whitening Zahnpastaputzt ihr euch die Zähne strahlend weiß. Sie entfernt Oberflächenflecken auf niedrigster Schleifstufe und schmeckt nach frischer Minze. Laut Hersteller bietet sie zudem bietet maximalen Schmelz-, Dentin- und Wiederherstellungsschutz. Das Aufhellen dauert zwar etwas länger, dafür ist es eine schonende Aufhellungsmethode.

Die aufhellende Zahnpasta der Marke Allwhite, mit aus Kokosnüssen gewonnener Aktivkohle, soll schon nach wenigen Anwendungen verfärbten Zähnen entgegenwirken. Die fluoridfreie Zahnpasta mit Minzgeschmack kann morgens und abends wie jede andere Paste genutzt werden und sorgt nicht nur für ein strahlendes Lächeln, sondern auch einen frischen Atem.

Zahnbleaching mit Aktivkohle Pulver

Eine weitere Möglichkeit, um die Zähne weiß zu bekommen, ist Aktivkohle Pulver. Der Vorteil davon ist die einfache Anwendung. Du dippst deine Zahnbürste kurz in das Pulver und putzt dir ganz normal die Zähne. Bei regelmäßiger Anwendung hellt es die Zähne nach und nach auf.

Das Aktivkohle Pulver der Marke COCOBAE soll Verfärbungen von Kaffee, Nikotin, Alkohol und Tee auf natürliche Weise entfernen. Das Pulver wird ohne Tierversuche aus Kokosnuss Kohle gewonnen. Es wird auf die Zahnbürste gegeben und die Zähne werden circa drei Minuten damit geputzt. Im Anschluss spülst du deinen Mund so lange mit klarem Wasser aus, bis die Aktivkohle komplett entfernt ist. Zudem wirkt das Pulver laut Hersteller antibakteriell und erreicht einen RDA- (Relative Dentin Abrasivity) Wert von 79. Daher soll es für den Zahnschmelz harmlos sein.

Auch die Marke Unnis® verspricht mit ihrem Kokos Aktivkohlepulverein Zahnbleaching in Eigenregie. Das fluoridfreie Pulver mit Minzgeschmack sorgt für einen frischen Atem und wird aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. Die Zähne sollen täglich ein bis zwei Minuten mit dem Pulver geputzt und danach mit Zahnpasta nachgereinigt werden. Laut Hersteller erreichst du mit dem Aktivkohlepulver eine Aufhellung der Zähne, gestärkten Zahnschmelz und ein gesünderes Zahnfleisch.

Teeth Whitening Kit: Die Alternative zum Zahnarzt Bleaching?

Während die bisherigen Produkte sehr einfach in der Anwendung waren und sich problemlos in die alltägliche Zahnpflege integrieren ließen, sind Teeth Whitening Kits ein wenig komplexer in der Handhabung und funktionieren mit LED-Licht. Vorweg müssen wir sagen, dass diese Kits ein wenig umstritten sind. Auch, wenn sie den Zähnen eigentlich keinen Schaden zufügen sollen, erfolgt die Anwendung immer auf eigene Gefahr und sollte im besten Fall mit einer zahnärztlichen Beratung einher gehen.

Das Teeth Whitening Kit von UniqueSmile beinhaltet alles, was du für deine Home-Bleaching Session benötigst. Das Set kommt mit einer Bleaching-Schiene, Aufhellungs-Gel, LED-Licht, einer Farbskala und verschiedenen Adaptern für USB und Smartphones. Das Bleaching-Gel enthält kein Wasserstoffperoxid und wird auf die Zähne aufgetragen, danach setzt du die LED-Schiene in den Mund ein. Nun musst du 15 Minuten abwarten, bevor du die Schiene wieder herausnimmst. Für sichtbare Ergebnisse wird eine tägliche Anwendung empfohlen. Das Bleaching Kit wurde vom Dermatest geprüft und für "Sehr Gut" befunden.

Alternativen zum Bleaching-Set: Welche Hausmittel gibt es?

Lange bevor diverse Bleaching-Sets und Mittel auf den Markt kamen, wurde mit Hausmitteln gegen verfärbte Zähne gekämpft. Diese sind in der Regel günstiger und finden sich praktischerweise im Küchenschrank. Allerdings gilt auch hier: Einige Hausmittel sollten nur in Maßen angewendet werden, um die Zähne zu bleichen, da der Zahnschmelz von manchen Mitteln in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

  • Kurkuma: Ein gelbes Pulver gegen gelbe Zähne zu verwenden, mag erstmal widersprüchlich klingen. Allerdings hilft Kurkuma tatsächlich gegen Verfärbungen. Um deine Zähne damit zu reinigen, solltest du dir allerdings eine zweite Zahnbürste zulegen, da das Gewürz nur schwer wieder auszuwaschen ist – daher auch Vorsicht bei Flecken auf der Kleidung. Ein Pluspunkt: Kurkuma hellt die Zähne nicht nur auf, sondern wirkt antibakteriell und trägt zu einer gesunden Mundflora bei. Wenn du das Gewürz nicht in Pulverform verwenden möchtest, kannst du auch für ein paar Minuten auf der rohen Kurkuma Knolle kauen, um deine Zähne zu bleachen.

  • Kokosöl: Wenn du deinen Zähnen täglich für 15 Minuten eine Kokosöl Spülung gönnst, kannst du dich nach ein paar Anwendungen über ein weißes Lächeln freuen. Hierfür mischt du einfach etwas Öl mit Wasser und behältst es eine Weile im Mund. Wenn du nicht so lange spülen möchtest, kannst du alternativ auch deine Zähne damit putzen. Wie Kurkuma, bringt Kokosöl weitere Vorteile für die Zahngesundheit. Es ist unschädlich für den Zahnschmelz, bekämpft Bakterien und verringert die Bildung von Zahnstein, Entzündungen oder Zahnbelag. Außerdem kannst du es noch für Haut und Haare verwenden - ein kleiner Allrounder also.

  • Backpulver: Dieses Hausmittel listen wir nur aus informativen Gründen auf, weil es häufig genutzt wird, obwohl ihr euch damit keinen Gefallen tut. Backpulver wird schon lange für hellere Zähne verwendet. Putzt man die Zähne mit dem Pulver, sieht man tatsächlich sofort einen Unterschied. Allerdings können wir (und Zahnärzte) das nicht empfehlen, weil du dir wegen der enthaltenden Schleifpartikel den Zahnschmelz runterschrubben kannst und die Zähne schon bei einmaliger Anwendung anfälliger für Karies oder brüchig werden.

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Zahnbleaching zuhause: Die wichtigsten Infos zusammengefasst

  • Führe die Behandlung nur nach ärztlicher Absprache durch

  • Taste dich langsam an die Einwirkzeiten heran, um die Verträglichkeit zu testen

  • Geduld: Home-Bleachings hellen nur schrittweise auf

  • Bei Schmerzen oder Unverträglichkeiten, gehört die Behandlung abgebrochen

  • Professionelle Zahnreinigungen sind die beste Grundlage, um deine Zähne weiß zu halten

  • Backpulver gehört in den Kuchen, nicht auf die Zähne!

  • Kein Power Bleaching: Irgendwann stößt jedes Mittel an seine Grenzen und die Zähne werden nicht mehr heller. Daher solltest du die Behandlung nach ein paar Tagen beenden. Eine Orientierung für den Anwendungszeitraum findest du in den jeweiligen Herstellerangaben.

Zahnbleachings für zuhause sind eine praktische Alternative, wenn du nicht hunderte von Euro für eine Aufhellung beim Zahnarzt ausgeben und nur ein paar Nuancen heller werden möchtest. Die vorgestellten Mittel hellen die Zähne stufenweise auf und liefern nach ein paar Anwendungen sichtbare Ergebnisse. Wer sich ein extremes Sofortergebnis wünscht, ist beim Zahnarzt besser aufgehoben, da hier mit Wasserstoffperoxid und UV-Licht gearbeitet wird, was die Zähne in einer Sitzung strahlen lässt. Um sicherzugehen, dass du deinen Zähnen nicht schadest, ist eine ärztliche Beratung aber in jedem Fall empfohlen, bevor du dich an ein Zahn-Bleaching wagst.

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