Schrei-Kompass: Die 5 Schreiarten beim Baby deuten und verstehen
Warum schreit mein Baby? Diese Frage stellt sich jede frisch gebackene Mutter. Hebammen und Experten leisten Hilfestellung: wie sich die 5 Schreiarten von Babys unterscheiden und was du tun kannst, wenn dein Baby weint.
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- Warum schreit mein Baby?
- Hunger-Schrei: Das sind die typischen Anzeichen
- Nähe-Schrei: Wenn dein Baby dich braucht
- Ratgeber für junge Eltern
- Müdigkeits-Schrei: Wenn dein Baby Schlaf braucht
- Überreizungs-Schrei: Zu viel Trubel, zu viele Eindrücke
- Schmerz-Schrei beim Baby: So klingt es – und was du in diesem Fall tun kannst
- Warnsignale: In diesen Fällen solltest du dir ärztliche Hilfe holen
Wieso weint mein Baby? Diese Frage stellen sich viele Eltern und es gibt unzählige mögliche Antworten. Hat das Kind Schmerzen? Oder ist es nur hungrig? Ist ihm zu warm oder zu kalt? Ist es müde oder ist ihm langweilig? Will es geknuddelt werden oder hat es die Windel vollgemacht? Hat es womöglich Fieber oder will es bloß Aufmerksamkeit? Auf den ersten Blick scheint Babygeschrei also ein Buch mit 7 Siegeln zu sein - schließlich kann sich der Knirps noch nicht artikulieren.
Warum schreit mein Baby?
Frauen, die bereits Mutter geworden sind, beruhigen frische Mamas mit den Worten: Das lernst du als Mama ganz schnell zu unterscheiden, was dir dein Baby mit dem Geschrei sagen will. Doch geht das wirklich nur über den Mutterinstinkt?
Experten sind sich einig: Es gibt genau 5 Schreiarten von Babys. Sie lassen sich lesen wie ein Buch – man muss nur aufmerksam die kleinen Bewegungen und Ausdrücke des Kindes beim Schreien wahrnehmen und wissen, was zu tun ist. Wir geben Antworten.
Hunger-Schrei: Das sind die typischen Anzeichen
Der häufigste und naheliegendste Grund, warum Kleinkinder schreien, ist schlicht und ergreifend Hunger. Denn: Ein Kind ist nur etwa 2 bis 4 Stunden lang satt – dann bekommt es wieder Hunger.
So klingt es: Beim Hunger-Schrei schmatzt das Baby. Es klingt wie ein forderndes Quengeln, das immer energischer wird, je länger es unbeachtet bleibt.
So sieht es aus: Das Baby wendet seinen Kopf hin und her, sucht nach einer Saugmöglichkeit, um seinen Hunger zu stillen. So saugt das hungrige Kleinkind oft auch an seiner Faust oder den Fingern.
Dein Baby ist bereit für seinen ersten Babybrei? Dann verraten wir dir, wie die du am besten Schritt für Schritt Beikost einführen kannst.
Das hilft deinem Baby jetzt: Hat dein Baby Hunger, ist die Lösung meist ganz einfach: Biete ihm die Brust, ein Fläschchen oder – wenn es schon so weit ist – ein Gläschen Brei an.
Nähe-Schrei: Wenn dein Baby dich braucht
So klingt es: Wenn dein Baby anfängt mittellaut zu jammern, sehnt es sich nach deiner Aufmerksamkeit. Bekommt es die nicht, wird das Jammern zu einem ausgewachsenen Schreien.
So sieht es aus: Das Baby strampelt, rudert mit den Ärmchen und wirkt unruhig.
Das hilft deinem Baby jetzt: Oft hilft es schon mit dem Baby zu sprechen. Reicht das nicht aus, kannst du es auf den Arm nehmen, mit ihm kuscheln oder ihm die Umgebung zeigen, Gegenstände oder Mitmenschen näherbringen.
Ratgeber für junge Eltern
Es gibt zahlreiche Bücher, die dir helfen, dein Baby zu verstehen und dich Schritt für Schritt durch die ersten Monate begleiten. Sie vermitteln dir das nötige Wissen, um dich sicherer zu fühlen. Ein guter Ratgeber kann dir in dieser aufregenden Zeit eine große Hilfe sein und dich dabei unterstützen, entspannter mit den Herausforderungen der ersten Monate umzugehen.
Müdigkeits-Schrei: Wenn dein Baby Schlaf braucht
So klingt es: Ist dein Kind müde, beginnt das Geschrei mit kurzen Jammerlauten und entfaltet sich in einem lauten Schrei. Es folgt eine Atempause, bevor es noch lauter weitergeht. Der Schreiton wird immer lauter und härter.
So sieht es aus: Das Baby blinzelt es mehr als sonst, es gähnt, strampelt und rudert mit den Armen. Manchmal greift sich das Baby beim Müdigkeits-Geschrei auch ins Gesicht oder kratzt sich. Weint es weiter, bekommt es ein rotes Gesicht und versucht sich gegen die Mutter zu drücken. Fühlt sich das Baby gestresst, bald es seine Händchen zu Fäusten.
Das hilft deinem Baby jetzt: das Kind von Licht- und Lärmquellen wegbringen und es beruhigen - entweder durch Wiegen oder in seinem eignen Bettchen. Wichtig ist, dass du dem Baby das Ambiente schaffst, in dem das kleine Kind einschlafen kann. Dazu gehört auch: Dem Knirps möglichst wenigen Reizen auszusetzen.
Überreizungs-Schrei: Zu viel Trubel, zu viele Eindrücke
So klingt es: Wenn deinem Kind alles zu viel wird, dann fängt es an zu quengeln. Das Quengeln wird immer lauter, bis es schließlich laut schreit, oft lauter als gewöhnlich.
So sieht es aus: Dein Baby überstreckt sich, saugt an Händen und Füßen, strampelt und dreht den Kopf weg.
Das hilft deinem Baby jetzt: Bringe dein Kind an einen ruhigen Ort, spreche mit sanfter, leiser Stimme oder spiele leise, beruhigende Musik ab. Du kannst dein Kind auch sanft im Arm wiegen, manchen Kindern ist das allerdings zu viel, wenn sie überreizt sind. Sie möchten dann nicht berührt werden. Dann kannst du dein Baby an einem sicheren Ort wie dem Kinderbett ablegen und dich danebensetzen.
Schmerz-Schrei beim Baby: So klingt es – und was du in diesem Fall tun kannst
So klingt es: Der Schmerz-Schrei des Babys ist durchdringend und hoch. Das Baby schreit mit seinen Leibeskräften.
So sieht es aus: Das Baby wirft sich hin und her und japst nach Luft. Der Babyschrei aus Schmerz ist der intensivste aller Schreie.
Das hilft deinem Baby jetzt: Wenn dein Baby schreit, weil es Schmerzen hat, gilt es die Ursache zu klären. Hat das Baby Bauchschmerzen, Fieber oder einen eingeklemmten Nerv? Wenn du selbst keine Antwort findest, dann solltest du am besten deinen Kinderarzt/deine Kinderärztin aufsuchen oder deine Hebamme befragen.
Warnsignale: In diesen Fällen solltest du dir ärztliche Hilfe holen
Du hast dein Baby gefüttert, gewickelt, mit ihm gespielt und es gekuschelt, aber es will sich einfach nicht beruhigen? Dann solltest du am besten die Kinderärztin oder den Kinderarzt aufsuchen. Möglicherweise ist dein Kind krank und/oder hat Schmerzen. Ein Arztbesuch kann das Abklären.
Sollte dein Kind laut Arzt gesund sein, kannst du eine sogenannte Schrei-Baby-Beratung in Anspruch nehmen. Hier bekommst du Tipps wie du mit deinem Kind umgehen kannst, wenn es scheinbar ohne Grund schreit.
Auf der Website des Nationalen Zentrum Frühe Hilfe (NZFH) findest du Schreiambulanzen in deiner Nähe. Gib einfach deine Postleitzahl ein und schon werden dir alle Beratungsstellen in der Umgebung angezeigt.
Abschließend ist wichtig zu sagen, dass jedes Kind individuell ist und unterschiedlich reagiert. Du kennst dein Kind am besten und weißt was ihm guttut, also verlass dich auf deine Intuition und hole dir bei Bedarf Rat bei Expert:innen wie Ärzten, Hebammen oder der Schrei-Beratung.










