Hyperhidrosis PalmarisSchwitzige Hände: Was wirklich gegen Schweißhände hilft

Schweißhände sind ein weitverbreitetes Problem und die Betroffenen leiden sehr darunter. Wir erklären, was hinter der Erkrankung steckt und was wirklich hilft. 

Inhalt
  1. Was sind Schweißhände?
  2. Was sind die Ursachen von Schweißhänden? 
  3. Was sind die Symptome bei krankhaften Schweißhänden? 
  4. Was kann man gegen Schweißhände tun? 

Stress, Nervosität oder sogar Angst sorgen dafür, dass wir im Alltag schwitzige Hände bekommen. Während eines Bewerbungsgespräches zum Beispiel, wenn wir dann anschließend unserem Gegenüber die Hand geben, kann das schnell unangenehm werden. Doch es gibt Menschen, die leiden dauerhaft an dem Problem. Mediziner bezeichnen das krankhafte Schwitzen der Hände als Hyperhidrosis Palmaris. Doch was kann man dagegen tun? 

 

Was sind Schweißhände?

Hände und Füße schwitzen schnell und besonders stark, weil sich dort die meisten Schweißdrüsen befinden. Das vegetative Nervensystem steuert die Schweißproduktion und lässt sich nicht willentlich beeinflussen. Gerade bei Aufregung, Stress oder körperlicher Anstrengung wird die Schweißbildung stimuliert, um überhitzte Körperbereiche abzukühlen.

Schwitzige Hände hatte jeder von uns schon mal. Doch es gibt auch Menschen, bei denen arbeiten die Schweißdrüsen in den Händen permanent auf Hochtouren. Ärzte und Fachleute sprechen dann von einer sogenannten Hyperhidrosis Palmaris. Menschen, die generell besonders stark schwitzen, leiden besonders häufig an der Krankheit. 

 

Was sind die Ursachen von Schweißhänden? 

Bisher sind sich Wissenschaftler und Mediziner noch nicht darüber einig, was die genauen Ursachen für Schweißhände sind. Sie gehen aber davon aus, dass etwa die Hälfte aller Betroffenen eine genetische Veranlagung für übermäßige Schweißproduktion haben. Bei den Betroffenen beginnt das starke Schwitzen meist schon in der Pubertät, wenn sich der Hormonspiegel im Körper verändert. 

Auch Stress oder eine psychische Erkrankung kann Einfluss auf die Schweißproduktion haben und schwitzige Hände verursachen. Aber auch folgende Krankheiten können die Ursache für Schweißhände sein: 

 

Was sind die Symptome bei krankhaften Schweißhänden? 

Bei der Hyperhidrosis Palmaris unterscheidet man in drei Härtegraden. Grad 1 ist eine leichte Hyperhidrose und zeichnet sich in durch eine stark erhöhte Feuchtigkeitsbildung in den Händen aus. Grad 2 ist eine mäßig starke Hyperhidrose. Es bilden sich Schweißperlen. Bei dem 3. Härtegrad spricht man von einer starken Hyperhidrose. Dann tropft der Schweiß von den Händen. Die Transpiration kann sogar die Finger sowie den seitlichen Rand der Hand betreffen. 

Die schwitzigen Hände treten bei den Betroffenen unabhängig von der Temperatur auf. Meist verringert sich das Problem mit dem Alter, da die Schweißdrüsen im Laufe des Lebens ihre Funktion verringern. 

 

Was kann man gegen Schweißhände tun? 

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten hängen natürlich wieder vom Schweregrad ab. Werden die Schweißhände dauerhaft zur Belastung, sollte unbedingt ein Hautarzt aufgesucht werden. Der kann dann individuell die besten Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. 

  • Wer an einer leichten Hyperhidrose leidet, kann das mit Antitranspirant in Form von Cremes, Rollers oder Sprays in den Griff bekommen. 
  • Iontophorese ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit. Bei dieser Methode werden die Hände in ein Wasserbad gelegt, in dem sich Metallplatten befinden. Während einer Sitzung wird etwa 30 Minuten lang schwacher Gleitstrom (nicht mehr als 40 Volt) durch die Platten geleitet. Durch die elektrische Stimulierung werden die Schweißdrüsen vorübergehend verschlossen. 

  • Botox wirkt nicht nur als Falten-Killer, es wird auch zur Schweißreduzierung verwendet. Das Nervengift blockiert die Funktion der Nervenenden, die den Befehl der Schweißproduktion an die Drüsen weiterleitet. Die Blockade hält etwa fünf bis neun Monate an, dann muss die Behandlung wiederholt werden. 

  • Ein operativer Eingriff, bei dem Nervenganglien, die zur Anregung der Schweißdrüsen da sind, durch trennt werden, ist die letzte Möglichkeit. Diese Therapiemöglichkeit wird aber überwiegend unter den Achseln angewendet.

Die Hausmittel helfen gegen schwitzige Hände 
 

  • Babypuder kann ein schnelles und wirksames Mittel gegen schwitzige Hände sein. Ideal auch für unterwegs. 
  • Franzbranntwein: Alkohol entzieht der Haut Feuchtigkeit und hilft so auch gegen Schweißhände. Einfach ein paar Tropfen auf die Handinnenseiten geben und gut verreiben. Noch wirksamer ist Franzbranntwein, wenn vorher die Hände mit Essigwasser abgewaschen werden. Außerdem neutralisiert Essig den pH-Wert der Haut und wirkt gegen den Schweißgeruch. 
  • Seilbei gilt als natürlicher Schweiß-Killer. Über den Tag verteilt einfach zwei bis drei Tassen Salbeitee trinken. Den Tee am besten kalt genießen. Alternativ kann der Salbeitee auch als Handbad dienen. Einfach 2 Minuten die Hände in kühlen Salbeitee einwirken lassen. 
  • Die Ursachen für Schweißhände kann auch psychische Belastung sein, da können psychotherapeutische Maßnahmen oder Entspannungsübungen helfen. 

Wer generell schnell schwitzt, sollte auf folgende Lebensmittel verzichten: Kaffee, Alkohol und scharfe Speisen stimulieren die Schweißproduktion. 

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