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Übermäßiges Schwitzen: Was gegen Hyperhidrose hilft

Übermäßiges Schwitzen ist unangenehm - in erster Linie für die Betroffenen selbst. Was du tun kannst, liest du hier.

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Hyperhidrose, also übermäßiges Schwitzen, tritt unabhängig von Temperaturen und Stresssituationen auf. Die erhöhte Schweißproduktion kann durch überaktive Nerven oder ernsthafte Krankheiten verursacht werden. Was dagegen helfen kann, liest du hier.

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Übermäßiges Schwitzen: Zuerst einen Arzt aufsuchen

Menschen, die an übermäßigem Schwitzen leiden, sind stark in ihrem Alltagsleben eingeschränkt. Sie leiden unter einer andauernden intensiven Schweißbildung, der mit üblichen Hygienemaßnahmen wie Deo nicht beizukommen ist - der Schweiß kommt in zu großen Mengen und Schweißausbrüche sind keine Seltenheit, sondern Alltag.

Oftmals trauen sie sich auch nicht zum Arzt zu gehen, weil ihnen ihr Problem mit dem vermehrten Schwitzen unangenehm ist. Deine Ärztin kann dir jedoch helfen: Je nachdem, wie stark die Hyperhidrose ausgeprägt ist und wo die Symptome auftreten, stehen ihr verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl, um den Schweiß in den Griff zu bekommen. Als erste Ansprechpartner ist der Hausarzt geeignet.

Das hilft dir - denn er Leidensdruck ist bei ständigen Schweißausbrüchen enorm. Der Schweiß wirkt auf viele Menschen abstoßend, was die eigene Körperwahrnehmung zusätzlich negativiert. Daher ist es wichtig, mit deinem Problem zum Arzt zu gehen - der ist nämlich da, um dir als Patientin zu helfen.

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Übermäßiges Schwitzen: Diagnose von Hyperhidrose

Es werden zwei Formen von Hyperhidrose unterschieden: primäres und sekundäres Schwitzen. Von primärer Hyperhidrose (auch fokale Hyperhidrose) sind vorwiegend die Achselhöhlen, Hände und Fußsohlen betroffen – hier kann eine Krankheit als Ursache ausgeschlossen werden, da nicht der ganze Körper betroffen ist. Ursachen des Schweißausbruches können beispielsweise Angst oder Stress sein.

Der Grund für das starke Schwitzen ist eine Fehlfunktion des Sympathikus, eines Teil des Nervensystems. Es kann aber auch genetische Ursachen haben. Nächtliches Schwitzen kommt bei dieser Form der Hyperhidrose nicht vor.

Beim Sekundären Schwitzen (generalisierte Hyperhidrose) betrifft das Schwitzen nur Teile des Körpers und der Haut - oder den ganzen Körper. Es kann durch die Wechseljahre, Schilddrüsenerkrankungen oder in seltenen Fällen auch einem Tumor ausgelöst werden. Weitere Ursachen sind laut Pharmazeutischer Zeitung u.a. Bluthochdruck (Hypertonie), Infektionen wie Tuberkulose oder Borreliose, die Krankheit Morbus Parkinson oder auch Diabetes mellitus.

Eine weitere Form ist das gustatorische Schwitzen, auch Frei-Syndrom genannt. Hierbei schwitzt du vor allem beim Konsum von heißen Speisen und Getränken. In manchen Fällen kann das auch krankhafte Ursachen wie einen Tumor haben, aber die übermäßige Schweißproduktion kann auch bei sonst gesunden Menschen auftreten. Oft ist dann ein Trauma die Ursache und Nervenreize werden fehlgeleitet - statt Speichel im Mund wird plötzlich Schweiß an der Haut im Gesicht und am Hals gebildet.

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Starkes Schwitzen: Deodorants und Medikamente können helfen

Liegt eine Hyperhidrose mit primärem Schwitzen vor, kann eine lokale Therapie helfen. So werden beispielsweise starke Antitranspirantien mit einer höheren Konzentration an Aluminiumsalzen verschrieben - sogenannte Antiperspirantien sind aber auch im freien Verkauf erhältlich. Als Hausmittel eignet sich auch Salbeitee.

Tritt keine Verbesserung ein, kann eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Anticholinergika infrage kommen. Die Medikamente reduzieren übermäßiges Schwitzen meist effektiv, allerdings kann es zu Nebenwirkungen der Therapie kommen. Dazu gehören Mundtrockenheit, Schwindel und Sehstörungen.

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Übermäßiges Schwitzen mit Strom behandeln

Die sogenannte Leitungswasser-Iontophorese kann ebenfalls bei Hyperhidrose helfen. Hier werden die betroffenen Körperstellen mit Wasser benetzt, um dann Gleichstrom durch sie zu leiten. Laut Experten hat diese Therapie kaum Nebenwirkungen und ist bei vielen Betroffenen erfolgreich.

Allerdings muss sie zu Beginn der Behandlung drei bis vier Mal pro Woche für eine halbe Stunde durchgeführt werden. Im weiteren Verlauf reicht dann eine Sitzung pro Woche.

Starkes Schwitzen: Mit Botox und Absaugung gegen Hyperhidrose

Auch das Nervengift Botulinumtoxin (Botox) eignet sich, um Hyperhidrose zu therapieren. Die Therapie mit Botulinomtoxin A ist mittlerweile als Behandlung etabliert. Es wird in die betroffenen Schweißdrüsen injiziert und kann so die Schweißproduktion in jedem Fall drastisch reduzieren. Wichtig ist allerdings, vorher mit deiner Ärztin gründlich über das Thema Botulinumtoxin zu sprechen.

Neben Botox können auch operative Verfahren eine Möglichkeit sein, übermäßiges Schwitzen zu behandeln. Hier können die Schweißdrüsen der betroffenen Hautareale entweder entfernt oder diese abgesaugt werden.

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