Nicht nur im Sommer

Sonnenbrand im Gesicht: Erste-Hilfe-Tipps

Rote Birne nach dem Sonnenbad? Ein Sonnenbrand im Gesicht sieht nicht nur doof aus, sondern ist auch noch sehr schädlich für deine Haut! Erfahre hier, welche SOS-Tipps helfen und welche Sonnencreme im Winter sinnvoll ist.

Sonnenbrand im Gesicht: Nicht nur im Sommer ist es möglich - auch Sonnencreme im Winter kann ihn verhindern.
Sonnenbrand im Gesicht: Nicht nur im Sommer ist es möglich - auch im Winter. Foto: NicolasMcComber/iStock

Ein Sonnenbrand im Gesicht sieht unschön aus, besonders, wenn die Haut sich beginnt zu schälen und dein Gesicht ganz rot ist. Außerdem ist ein solcher Sonnenbrand auch noch ziemlich schädlich für deine Gesundheit. Im empfindlichen Gesicht kann der Sonnenbrand besonders schmerzhaft sein.

Oft muss schnelle Hilfe her. Zusammen mit einem Hautexperten verraten wir, wie du dich am besten schützt und was hilft! Denn nicht nur im Sommer kann die Haut überreizt werden - auch im Winter ist Sonnencreme ein guter Begleiter.

So trägst du Sonnencreme richtig auf: 

Empfindlicher Bereich: Vorsicht vor Sonnenbrand im Gesicht!

Verbrennungen im Gesicht durch die Sonne können verschiedene Abstufungen haben, sind aber in jedem Fall sehr ungesund. Leichte Rötungen weisen auf einen leichten Sonnenbrand hin - bei starken Verbrennungen können sich sogar Blasen auf der Haut bilden. Auch wenn du starke Schmerzen hast und die Haut sich zu schälen beginnt, solltest du davon absehen, im Gesicht herumzufummeln. Im schlimmsten Fall musst du sonst mit bleibenden Narben rechnen. 

Warte das Schälen der Haut ab, denn dies bedeutet, dass sich unter der verletzten, verbrannten Haut neue und gesunde Haut bildet. Je älter du bist, desto langsamer regeneriert deine Haut von selbst. Gerade im Alter, sollte also auf ausreichenden Sonnenschutz nicht verzichtet werden.

Um deine empfindliche Gesichtshaut nicht weiter zu strapazieren, solltest du, solange der Sonnenbrand noch abklingt, besser auf Make-up & Co. verzichten. Auch Peelings können dir schaden: Es könnten neue Entzündungen ausgelöst werden und der Sonnenbrand im Gesicht heilt nicht.

Sonnenbrand im Gesicht vermeiden: So geht's

Es versteht sich von selbst: Das Eincremen mit Sonnenschutz ist das A und O, um das Gesicht vor einem Sonnenbrand zu schützen. Je nach Hauttyp solltest du auch die passende Creme wählen, besonders wenn du empfindliche oder zu Sonnenallergie neigende Haut hast.

Der Hautexperte Prof. Dr. Radtke vom Dermatologikum Hamburg rät: "Generell gilt, dass fettigere Hauttypen ein leichtes Gel besser vertragen als reichhaltige Sonnencremes. Bei Sonnenallergie stecken hinter dem Ausschlag aber vor allem UV-A-Strahlen: Sie erhöhen die Produktion zellschädigender freier Radikale, die der Körper mit Rötungen und Entzündungen beantwortet. Um vorzubeugen, sollte die Haut behutsam an die Sonne gewöhnt und spezielle Sensitiv-Produkte verwendet werden. Tritt eine Reaktion auf, die Sonne ganz meiden." (Tina Ausgabe 22/2021)

Eine Tagescreme mit Sonnenschutz kannst du immer verwenden, sobald du das Haus verlässt. Denn auch wenn die Sonne vermeintlich nicht scheint, so wirken die UV-Strahlen dennoch auf deine Gesichtshaut und lassen auch die Hautalterung schneller voranschreiten.

Prof. Dr. Radtke empfiehlt: "Wenn kein Mangel vorliegt, genügt es, Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal die Woche der Sonne auszusetzen – für etwa die Hälfte der Zeit, in der man sonst einen Sonnenbrand bekommen würde. Bei mittleren Hauttypen sind das etwa 15 Minuten." Solltest du dich doch einmal länger in der Sonne aufhalten, denke unbedingt an einen Kopfschutz (Kappe oder Hut), um deine empfindliche Haut im Gesicht zu schützen.

Sonnencreme im Winter: Dieser Schutz ist sinnvoll

Sonnencreme im Winter braucht keiner, oder? Doch, eigentlich schon. Zwar ist nicht jeden Tag die Sonne draußen, aber gerade an sonnenreichen Tagen, beim Skifahren in den Bergen oder auch bei der Kombination Schnee und Sonne an jedem Ort ist die Verwendung der richtigen Sonnencreme sinnvoll und wichtig für die Haut.

Das Problem im Winter ist die UV-Strahlung. Alle 1000 Höhenmeter steigt sie um 20 Prozent an - und der Schnee kann sie durch Reflektion nochmals um 70 Prozent steigern. Deswegen ist gerade bei Schnee und generell in den Bergen äußerste Vorsicht angesagt, denn jeder Sonnenbrand - auch einer im Winter - steigert das Hautkrebsrisiko.

Daher ist es wichtig, spezielle Sonnencreme im Winter zu benutzen. Dieser Winter-Sonnenschutz ist fettreicher als der im Sommer, denn die Haut produziert ab Temperaturen unter 8°C nicht mehr ausreichend Fett. Somit wirst du auch besser gegen die kalte Luft geschützt. Zudem empfehlenswert sind spezielle Mittel für Stirn, Nase und Ohren. Für die Lippe kannst du einen sogenannten Lippen-Sonnenschutz in Form eines Stifts verwenden. Diese Produkte haben in der Regel einen besonders hohen Lichtschutzfaktor.

Bei der Wahl der Brille für den Winter solltest du auf jeden nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf den UV-Schutz. Dieser sollte am besten sehr hoch sein, um deine Augen gut zu schützen.

Sonnenbrand im Gesicht: Erste-Hilfe-Tipps

Sollte es doch einmal passieren und der Sonnenbrand im Gesicht ist da, hilft Quark. Es ist ein altbewährtes Hausmittel bei Sonnenbränden. Alternativ kann Joghurt helfen - ja, auch im Gesicht! Dazu einfach eine dünne Schicht auf die brennenden Hautstellen auftragen, etwa 20 Minuten einwirken lassen und dann mit lauwarmen Wasser vorsichtig abspülen. Dies solltest du jedoch nur bei leichten Verbrennungen in Betracht ziehen - bei schweren Sonnenbränden kann die Milchsäure aus Quark und Joghurt den Brand sogar noch verschlimmern und Entzündungen fördern.

In diesem Fall empfiehlt sich eine Kortison-Salbe, die du rezeptfrei in der Apotheke bekommst. Sollte der Sonnenbrand nach einem Tag nicht besser werden, suche unbedingt einen Arzt auf!

Außerdem: Nutze die effektive Heilkraft der Aloe Vera-Pflanze. Aloe Vera wirkt einerseits kühlend, aber auch entzündungshemmend. Bei einem Sonnenbrand im Gesicht kannst du eine unparfürmierte Aloe Vera-Creme (etwa aus der Apotheke) nutzen, um Rötungen und Schmerzen zu lindern. 

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Artikelbild und Social Media: NicolasMcComber/iStock