TCM: Akupunktur, Qigong und mehr

nasennebenhoehlenentzuendung
(1/3) Uli Seer, blv Verlag

Nasennebenhöhlenentzündung

Ursache: Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung sollten Wind und Kälte oder Hitze wieder aus dem Körper ausgeleitet werden. Laut TCM ist es in diesem Fall wichtig, das Qi zu bewegen und zu nähren. Akupressur: Der Dickdarm-Punkt Di 4 (siehe roter Punkt oben) leitet Wind, Kälte und Hitze aus. Er liegt auf unserer Hand zwischen den Mittelhandknochen von Daumen und Zeigefinger. Drücken und kneten Sie ihn zwischen zwei Fingern etwa 60 bis 90 Sekunden lang. Tuina: Behandeln Sie Ihren Nacken mit Gua Sha, einer klassischen Technik der Tuina-Behandlung. Reiben Sie hierzu die Haut mit Öl ein und streichen Sie mit der Kante eines Schabers (zum Beispiel mit einem Kamm) im 30-Grad-Winkel mit mittlerem Druck über Ihre Haut. Die Behandlung sollte nicht schmerzhaft, kann aber ein wenig unangenehm sein. Wiederholen Sie den Vorgang, bis sich kleine rote Punkte auf der Haut bilden. Die Behandlung können Sie so lange fortsetzen, bis keine weiteren Punkte mehr entstehen. Außerdem können Sie die Bereiche über den Nebenhöhlen mit leichten, knetenden Bewegungen massieren, um den Qi-Fluss anzuregen.

bluthochdruck
(2/3) Uli Seer, blv Verlag

Bluthochdruck

Ursache: Ein hochsteigendes Qi oder Yang der Leber kann laut TCM zu Kopfschmerzen und Schwindel, den Symptomen für Bluthochdruck, führen. Akupressur: Der Gallenblasen-Punkt Gb 20 (siehe roter Punkt oben) leitet hochschlagendes Qi und Yang aus. Tasten Sie mit dem Zeigefinger hinter dem Ohrläppchen über den Knochen und Muskelstrang nach hinten, um den Punkt zu finden. Er liegt am Kopf im seitlichen Grübchen über unserem Nacken. Stimulieren Sie diesen Bereich mit beiden Zeigefingern gleichzeitig rechts und links mit kreisenden Bewegungen. Qigong: Bei Bluthochdruck sind fast alle Übungen des Qigong geeignet, um den Qi-Fluss im Körper wieder in harmonische Bahnen zu lenken. Bei der Übung „Der Elefant kreist mit den Hüften“ legen Sie beide Hände auf den unteren Rücken. Dabei zeigen die Handflächen nach außen. Daumen und Zeigefinger der beiden Hände berühren sich. Verlagern Sie Ihr Gewicht gemächlich in kleinen Kreisen von einer Seite auf die andere.

heuschnupfen
(3/3) PR, Uli Seer, blv Verlag

Heuschnupfen

Ursache: Bei Heuschnupfen kommt es laut TCM zu einem Aufsteigen und Stagnieren des Qi. Akupressur: Der empfindliche Leber-Punkt Le 3 reguliert unseren Qi-Fluss. Er liegt auf dem Fußrücken zwischen den Mittelfußknochen der ersten beiden Zehen. Mit kreisenden und knetenden Bewegungen sowie Druck können Sie den Punkt am besten stimulieren. Eine 60- bis 90-sekündige Behandlung reicht aus. Qigong: Alle Übungen des Qigong eignen sich zur Behandlung von Heuschnupfen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit stets auf den Bereich unterhalb des Nabels, um ein Aufsteigen des Qi zu verhindern. Beim „Wecken des Qi“ stehen Sie hüftbreit mit leicht gebeugten Knien. Heben Sie beim Einatmen beide Arme bis zur Schulterhöhe an. Die Handflächen zeigen dabei nach unten, die Ellenbogen sind locker gebeugt. Beim Ausatmen senken Sie die Arme wieder. Richten Sie sich beim Einatmen leicht auf und sinken Sie beim Ausatmen wieder etwas zusammen.