KrankheitenPickel auf der Kopfhaut: Ursache, Symptome und Heilung

Pickel auf der Kopfhaut stören und schmerzen oft. Wie entstehen sie und wie wird man sie wieder los? Alles, was du über Pickel auf der Kopfhaut wissen musst.

Inhalt
  1. Ursache von Pickeln auf der Kopfhaut: Shampoo, Hormone oder Stress?
  2. Das hilft bei Pickeln auf der Kopfhaut
  3. Hausmittel gegen Pickel auf der Kopfhaut
  4. Kopfhautpickel vermeiden

Pickel sind an jeder Körperstelle nervig. Auch an jenen Stellen, an denen man sie nur spärlich sieht, können sie vor allem einen selbst stören - wie etwa auf der Kopfhaut, unter der Haarpracht versteckt.

Einen Pickel auf der Kopfhaut bemerkt man oft erst spät, also wenn der Pickel sich entzündet und zu schmerzen beginnt, das Haar ausfällt (weil man sich ständig an der gleichen Stelle kratzt) oder die betroffene Stelle unter der Haaren rötlich wird.

 

Ursache von Pickeln auf der Kopfhaut: Shampoo, Hormone oder Stress?

Juckt ein Pickel auf der Kopfhaut, ist die Ursache meist Akne oder Follikulitis, also eine bakterielle Entzündung des Haarfollikels. In beiden Fällen sollte man sie unbedingt behandeln.

Ist die Kopfhaut z.B. durch Rasur beschädigt, sind die Haarfollikel anfälliger für Infektionen - sie entzünden sich. Die Symptome sind juckende weißliche Pusteln oder kleine Pickelchen und das Haarfollikel. Unbehandelt können daraus größere Furunkel entstehen.

Verstopfte Kopfhautporen führen zu Pickeln

Auch Unreinheiten auf der Kopfhaut können zu Pickeln führen. Die Kopfhautporen werden durch abgestorbene Hautzellen oder Schweiß, aber auch durch Produktreste (wie etwa Haargel, Shampoo, Haarspray oder -schaum) verstopft. Mit ihnen können auch Bakterien in die Poren eindringen und so Entzündungen hervorrufen. Werden verstopfte Poren nicht gereinigt, kommt es zu Akne.

Auch Hüte, Kappen und Mützen können die Ursache für Pickel auf der Kopfhaut sein. Reiben sie zu stark an der Haut, entsteht eine Reizung der Kopfhaut. Eine weitere mögliche Ursache für Pickel auf der Kopfhaut kann eine allergische Reaktion auf ein neues Haarpflegeprodukt oder Waschmittel (wir schlafen jeden Tag stundenlang auf der gewaschenen Bettwäsche!) sein. In dem Fall sollte man das vermutete Produkt nicht mehr verwenden und einen Allergietest beim Arzt machen lassen.

Kopfhautpickel wegen Stress

Auch ein stressiger Alltag kann Pickel auf der Kopfhaut verursachen. Stress beeinflusst unsere Hormone und diese wiederrum können zu einer Überfunktion jener Drüsen auf der Kopfhaut führen, die Talg produzieren. Dieser überschüssige Talg kann die Poren verstopfen und Akne auf der Kopfhaut verursachen. Andere hormonelle Veränderungen (etwa in der Pubertät, während der Menstruation oder in den Wechseljahren) können ebenfalls zu Pickeln auf der Kopfhaut beitragen.

Pickel auf der Kopfhaut: Ursache, Symptome und Heilung
Pickel auf der Kopfhaut sind besonders
Foto: iStock

Wird Kopfhautakne nicht beachtet, führt sie zu Juckreiz, Entzündungen, Krusten und schlussendlich auch Narben auf der Haut. Auch können Pilzinfektionen in der Folge auftreten, die medizinisch behandelt werden müssen.

 

Das hilft bei Pickeln auf der Kopfhaut

Hat man Pickel auf der Kopfhaut, heißt es zunächst: Kopfhaut schonen! Das heißt: Auf jegliche Kosmetikprodukte (z.B. Gel, Spray, Haarfärbemittel) sofort verzichten! Auch heißes Haarföhnen und die Verwendung von Glätteisen oder Lockenstab sollte erstmal ausbleiben.

Pickel können sich besonders am Haaransatz entzünden, wenn sie nicht behandelt werden. Antibakterielle Shampoos können Erste Hilfe leisten. Sie sollten einen möglichst geringen pH-Wert ("pH-neutral") aufweisen und parfümfrei sein.

Bevor man aber zu einem (rezeptfreien) medizinischen Shampoo greift, sollte man einen Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Juckende und errötete Kopfhaut kann auf eine Krankheit hindeuten, die mit speziellen Medikamenten behandelt werden muss.

 

Hausmittel gegen Pickel auf der Kopfhaut

Als Hausmittel - etwa gegen eingewachsene Haarfollikel - hilft eine tägliche zehnminütige Haarkompresse aus Teebaum- und Olivenöl mit Zucker zu einem Peeling vermengt. Es soll den Juckreiz mildern und die Schwellung bekämpfen.

Teebaumöl wirkt desinfizierend und trocknet die Pickel aus. Man kann es auch auf einen Wattebausch tröpfeln und die betroffenen Stellen behandeln.

Auch eine Kamillenspülung kann Abhilfe verschaffen - zumindest was den Juckreiz betrifft. Dazu eine Schüssel mit drei Kamillenteebeuteln - oder noch besser: Kamillenblüten - aufgießen, abkühlen lassen (bis es lauwarm ist) und in die Kopfhaut einmassieren. Anschließend von selbst trocknen lassen (nicht ausspülen!).

Wenn die Kopfhautpickel nicht verschwinden, heißt es: Ab zum Arzt - am besten zu einem Hautarzt. Denn wenn Pickel auf der Kopfhaut nicht verschwinden, können sie auf eine Krankheit hindeuten, wie etwa Seborrhoische Dermatitis - eine der häufigsten Hauterkrankungen, bei denen sich gelbliche, fettige Schuppen auf der Kopfhaut bilden.

 

Kopfhautpickel vermeiden

Besser als Nachsorge ist aber immer noch die Vorsorge:

  • Haare jeden zweiten Tag und immer nach dem Sport waschen!
  • Ölige Haarprodukte möglichst vermeiden!
  • Haare regelmäßig bürsten, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen!

So haben Pickel auf der Kopfhaut keine Chance mehr.

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