Haarpflege

Haare selber schneiden – so einfach gelingt’s

Kaputte Spitzen schneiden, Pony kürzen, kaputte Enden wegschneiden – dazu musst du nicht zwingend zum Friseur. Wir verraten, wie du deine Haare selber schneiden kannst und was du dafür brauchst!

Haare selber schneiden
Haare selber schneiden? Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar Tipps gelingt es garantiert Foto: iStock/SanneBerg

Jeder kennt es: Der Spitzenschnitt ist schon längst überfällig oder der Pony zu lang, aber es ist einfach keine Zeit, um zum Friseur zu gehen? Dann kannst du deine Haare einfach selber schneiden! Hier erfährst du, welches Equipment du zum Schneiden brauchst, was du beachten solltest und findest eine einfache Schritt-für-Schritt Anleitung zum Haareschneiden zu Hause. Auf geht’s!

Haare selber schneiden – ja oder nein?

Der Griff zur Schere will gut überlegt sein, schließlich können bereits wenige Millimeter über den Look deiner Frisur entscheiden. Wenn du den Haarschnitt jedoch unbedingt selbst in die Hand nehmen willst, gibt es einiges zu beachten, damit dein Look nicht nach einem Haar-Experiment aussieht und du mit einer frischen, gesunden Mähne glänzen kannst.

Klares Nein zum eigenständigen Haarschnitt hingegen geben wir, wenn du zu Ungeduld neigst und keine ruhige Hand bewahren kannst.

Das ist unser persönliches Must-have zum Haare selber schneiden: Haarscheren-Set von Purplebird

Alles, was du brauchst, um Haare selber zu schneiden

Du willst dir, deinen Kindern oder deinem Partner oder deiner Partnerin die Haare zu Hause schneiden? Dann braucht es dafür eine geeignete Ausrüstung, die es einfacher für dich macht. Hier kommen unsere Haarscheren-Favoriten.

Premium Friseurschere für alle Frisuren von Pamara

Du brauchst nur eine gute Schere zum Haareschneiden: Wir empfehlen die Pamara Haarschere. Als eines der meistverkauften Scheren für Haare auf Amazon ist sie ein absoluter Allrounder zum Spitzenschneiden, Pony kürzen und Bart trimmen. Die Haarschneideschere aus Edelstahl schneidet mit ihrer spitzen, geraden Klinge Strähne für Strähne sauber und präzise. Praktischerweise wird die ergonomische Haarschere mit Lederetui zur Aufbewahrung geliefert.

Günstiges Haarschneide-Set von Gayisic

Dieses Komplett-Set von Gayisic über Amazon bietet dir von einer geraden Schere und einer Effilierschere aus Edelstahl, mehreren Klammern, einem Scheitelkamm bis hin zum Kittel alles, was du zum Haareschneiden ohne Friseur:in brauchst; und das zu einem unschlagbar günstigen Preis. Es eignet sich somit perfekt für Anfänger:innen und zum Haareschneiden deiner Kinder.

Haarschneider und Barttrimmer für Herren

Mit einer Haarschneide-Maschine und den dazugehörigen Aufsätzen kannst du den Nacken ausrasieren, Männerfrisuren und Koteletten in Form schneiden sowie die Haare um die Haarlinie um die Ohren und hinten zurechtschneiden. Der Qualitätshersteller Braun bietet dazu ein Komplett-Set aus kabellosem Haartrimmer mit zehn Aufsätzen, den du in unterschiedlichen Längen einstellen kannst, sowie einen Herrenrasierer für Bart und Körper.

Drei Schwerter Bartschere für präzise Schnitte

Eine Bartschere wie die von Drei Schwerter ist kleiner, handlicher und somit auch präziser als eine herkömmliche Haarschere. Dadurch eignet sie sich beim Bart ideal fürs feine Trimmen und auch grobe Vorschneiden. Dieses Modell aus Edelstahl ist rostfrei und ergonomisch geformt und lässt sich in dem beiliegenden Etui sicher verstauen.

Haare ausdünnen und Form geben: Effilierschere von InstrumenteNRW

Für leichte Übergänge und weichere Konturen nutzen Friseur:innen eine sogenannte Effilierschere. Diese verfügt über eine gerade und eine gezackte Klinge, die durch die Längen gezogen wird und die Strähnen unten ausdünnt. Dadurch bleibt gerade längeres Haar schön beweglich und wirkt nicht so streng. Wir empfehlen die Effilierschere von InstrumenteNRW über Amazon.

Haare abteilen und scheiteln: JZK Kamm-Set zum Haareschneiden

Richtig abgeteilt lässt sich dein Haar auf allen Seiten gleichmäßig schneiden. Dazu brauchst du zumindest einen Scheitelkamm, der das Haar fachgerecht aufteilt. Auf Amazon findest du den Bestseller, das zehnteilige Kamm-Set von JZK inklusive Klammern. Darüber hinaus ist es auch überaus praktisch, wenn du deine Haare zu Hause färben möchtest.

Tipps zum Haare selber schneiden

Ehe du wirklich den ersten Schnitt mit deiner Schere wagst, gilt es, das kleine Einmaleins des Haareschneidens zu kennen.

Tipp 1: Spitzen und Pony schneidest du am besten bei trockenem Haar. So siehst du genau, wie sich dein Haar natürlich verhält, also, ob es sich wellt, wie es fällt und wo du Wirbel mitdenken musst. 

Tipp 2: Wenn du deine Haare zu Hause selber schneidest, dann bitte keine extremen Veränderungen wagen. Je kürzer deine Frisur wird, desto präziser muss der Schnitt sein. Für ganz kurze Haare lässt du lieber eine:n Friseur:in mit Erfahrung ran.

Tipp 3: Dimensionen mitdenken - Begehe nicht den typischsten aller Fehler, deine Haare von hinten am Kopf nach vorne zu holen und mit den vorderen Strähnen zusammen zu schneiden – oder noch schlimmer – ganze Zöpfe gerade abzuschneiden. Teile deine Haare am Kopf stets in Hinter-, Seiten-, Vorder- und Ponypartie auf und schneide sie entsprechend.

Tipp 4: Die Zweifinger-Technik - Schneide deine Haare niemals so wie sie fallen. Nimm stattdessen einzelne Strähnen zwischen Zeige- und Mittelfinger mit den Spitzen nach oben gerichtet. Dazu schneidest du mit der Scherenspitze mit kleinen Schnitten in Richtung der Haarspitzen.

Haare selber schneiden
Mit der Zweifinger-Technik lassen sich Strähnen sicher greifen Foto: iStock/Julenochek

Tipp 5: Schneide immer weniger ab, als du eigentlich möchtest. Im Zweifel kannst du danach immer noch Korrekturen vornehmen.

Tipp 6: Achtung, Verletzungsgefahr! Sei dir bewusst, dass du mit sehr scharfen Scheren hantierst. Als Laie solltest du also besonders konzentriert und vorsichtig arbeiten und immer auf deine Finger und Ohren aufpassen.

>> Haare doch verschnitten?

Anleitung Haare selber schneiden – so klappt’s garantiert!

Wer sich die Haare schon einmal selbst geschnitten hat, weiß, dass das gar nicht so einfach ist, wie es beim Friseur aussieht. Mit etwas Übung und ein paar Tipps und Tricks an der Hand, gelingt es auch dir.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Spitzen selber schneiden

Bei langen Haaren ist es völlig in Ordnung, etwas Spliss, Haarbruch und kaputte Spitzen selbst abzuschneiden. Wenn du es richtig machst, fällt es auch gar nicht auf, dass du selbst geschnitten hast.

1. Feuchte deine Haare nur leicht mit einer Sprühflasche mit Wasser an. Schneide sie aber nicht nass wie dein:e Friseur:in, damit nicht zu viel ab kommt.

2. Zum Spitzenschneiden folgst du deinem ursprünglichen Haarschnitt und nimmst nur kleine Korrekturen vor. So werden Spliss, Haarbruch und Trockenheit abgeschnitten.

3. Die Haare vom Hinterkopf sollten auch von hinten geschnitten werden, damit sie einer geraden Linie folgen. Hole dir dafür einen zweiten Spiegel oder richtige Hilfe.

4. Bei glatten Haaren ist das Spitzenschneiden deutlich einfacher als bei Locken. Lockiges Haar sollte hingegen Strähne für Strähne betrachtet werden. Nimm dir jede Locke einzeln vor und schneide dort ab, wo sie sich nicht mehr schön lockt.

Pony selber schneiden

Das Kürzen des Ponys ist für Laien wohl der schwierigste Schnitt, denn es erfordert maximale Genauigkeit, eine ruhige Hand und ein paar weitere Tricks:

Absolutes No-go: die Eindreh-Technik, bei der du sämtliche Haare des Ponys zusammen eindrehst und einen Schnitt setzt! Sie ist viel zu ungenau und lässt dich die Haare niemals in gleicher Länge abschneiden.

1. Dein Pony sollte beim Kürzen vorwiegend im trockenen Zustand sein. Nur so erkennst du, mit wie viel Schwung er natürlich fällt.

2. Kämme deine vordere Haarpartie ins Gesicht und bestimme die gewünschte Länge, an der du dich orientieren willst. Beliebte Punkte, an denen du dich orientieren kannst, sind die Augenbrauen und Augenlider.

3. Mit einem Scheitelkamm teilst du die Ponyparty in ein Dreieck ein. Die Spitze des Dreiecks bildet die Mitte. Die restlichen Haare bindest du zum Zopf.

4. Trimme den Pony nun entsprechend der gewünschten Länge und des Stils mit einer geraden Schere. Möglich ist ein gerader Pony, ein schräger oder abgerundeter sowie ein kurzer oder langer.

5. Spanne das Haar nicht zu sehr, denn so fällt es ja auch normalerweise nicht. Ziehe das Haar also nur ganz leicht runter und setze den Schnitt immer etwas weiter unten an. So wird der Pony auch nicht zu kurz, wenn sich das Haar entsprechend seines natürlichen Schwungs wieder hochzieht.

6. Wenn du keinen sehr dichten Pony wünschst, dann kannst du ihn zum Schluss ein wenig mit einer Effilierschere ausdünnen. Doch auch hier ist weniger mehr.

Schon gewusst? Richtig angesagt sind momentan die sogenannten "Curtain Bangs" – ein überlanger Pony, der mittig gescheitelt wird und das Gesicht vorteilhaft einrahmt.

Wie du siehst, kommt es beim DIY-Haarschnitt auf eine Kombination aus Ausrüstung und Technik an. Beachte zusätzlich unsere praktischen Tipps und sei stets vorsichtig und behutsam. Viel Spaß mit deiner neuen Frisur!