Haarpflege-Tipps

Spliss: Die 14 besten Tipps gegen trockene und spröde Spitzen

Wir alle kennen sie: Diese kleinen gespaltenen Haarspitzen. Spliss ist nichts Schlimmes, kann unser Haar aber trocken und zerzaust aussehen lassen. Wie du ihn verhinderst und ob du ihn reparieren kannst, erfährst du in unseren ultimativen Anti-Spliss-Tipps.

Spliss
Schluss mit Spliss: Die 14 besten Anti-Spliss-Tipps Foto: Getty Images/ Claudio Lavenia

Trockene Haarspitzen und gespaltene Enden hatten wir vermutlich alle schon einmal. Spliss ist vermutlich eines der Hauptprobleme, wenn es ums Haar geht. Nicht zuletzt seit Lockdown Nummer Eins wissen viele, wie schnell so ein Haarschnitt aus dem Leim gehen kann, wenn man ihn nicht regelmäßiger einer professionellen Behandlung unterziehen lässt. Doch auch abseits des Friseursalons kannst du einiges für deine Spitzen und gegen Spliss tun.

Wie entsteht Spliss in den Haaren?

Spliss kann viele Ursachen haben. Einige hast du selbst in der Hand, andere hingegen sind einfach der Lauf der Dinge. Die häufigsten Ursachen für Spliss sind:

  1. Zu viel Hitze beim Styling

  2. UV-Strahlung und Salzwasser

  3. Falsches Haarewaschen

  4. Falsche Pflege- und Styling-Produkte

  5. Zopfgummis mit Metallstücken

  6. Keine regelmäßigen Friseurbesuche

Diese Dinge sorgen dafür, dass deine Haare und die Haarspitzen trocken werden. Liegen die spröden Haarspitzen dann auf den Schultern oder der Kleidung auf, kann das Haar durch diese Reibung am Ende brechen oder sich spalten.

Unsere Empfehlung Nr. 1: ein Spitzenserum!

14 Tipps: Was kann man gegen Spliss tun?

Wenn du Spliss hast, kannst du nicht wirklich etwas tun, außer dir die Spitzen vom Friseur schneiden zu lassen. Aber es gibt eine ganze Reihe Tipps und Tricks, wie du Spliss vermeiden kannst.

Tipp 1: Die Haare vor Hitze schützen

Der wohl größte Spliss-Förderer ist das Styling mit zu hoher Temperatur. Das soll jetzt nicht heißen, dass du dir deine Haare nicht mehr föhnen, glätten oder locken darfst – du solltest lediglich die Temperatur etwas herunterdrehen und deine Haare vorab mit einem Hitzeschutz-Produkt vor temperaturbedingten Haarschäden bewahren.

Kennst du beispielsweise schon Dampfglätteisen? Diese Glätteisen versprühen einen feinen Wassernebel, der das Styling zum einen bei niedriger Temperatur effektiver und langanhaltender macht. Zum anderen wird das Haar minimal befeuchtet und Spliss kann vermieden werden.

Tipp 2: Nur den Haaransatz waschen

Nicht nur der Einfluss von Hitze kann Spliss verursachen, auch die falsche Haarwäsche. Mit einem Shampoo entfernen wir Schmutz und Talg von der Kopfhaut sowie Styling-Rückstände aus den Haarlängen. Viele waschen ihre jedoch falsch. Es reicht völlig aus, wenn du dich beim Waschen auf den Ansatz konzentrierst, denn beim Auswaschen des Shampoos fließen genug reinigende Stoffe durch deine Längen, um alle sonstigen Reste zu entfernen. Du brauchst deine Spitzen also nicht shampoonieren und sie unnötig mit den austrocknenden Seifenstoffen der Shampoos in Berührung bringen.

Unsere Empfehlung: Ein sulfatfreies, mildes Shampoo reinigt die Haare sanft und versorgt sie gleichzeitig mit vielen feuchtigkeitsspendenden Stoffen.

Tipp 3: Erst die Kur, dann der Conditioner

Einen weiteren Fehler, den ich bis vor wenige Wochen selbst auch gemacht habe, ist, die Haarwäsche mit einer Kur abzuschließen. Dabei sollte immer Conditioner der letzte Schritt der Haarwäsche sein. Denn Conditioner schließt die Schuppenschicht der Haare, die durch beispielsweise eine Haarmaske aufgequollen ist. Die richtige Reihenfolge aus Shampoo, Kur und Conditioner kann im Kampf gegen Spliss also echt einen Unterschied machen.

Tipp 4: Die richtige Bürste wählen

Auch die Wahl der richtigen Bürste kann Spliss verhindern. Metallborsten oder gepresste Kämme solltet ihr aus euren Badezimmern verbannen und durch Bürsten mit Naturborsten ersetzen. Naturborsten wie bei einer Wildschweinborstenbürste (was für ein wundervolles Wort) sorgen dafür, dass das natürliche Haarfett gleichmäßig über das gesamte Haar verteilt wird – bis in die Spitzen und das wiederum spendet Feuchtigkeit und vermeidet Spliss.

Übrigens solltest du deine Haare ausschließlich im trockenen Zustand kämmen! Denn nasses Haar kann durch falsches Bürsten schneller reißen. Allerdings gilt das nur, wenn du glattes Haar hast. Lockenköpfen kämmen ihre Haare nur nass. Ansonsten zerstörst du die Bündelung deiner Locken und durch die Knoten in den Locken, brechen sie schneller – weil man mehr Kraft zum Kämmen braucht.

Tipp 5: Die passenden Produkte für deinen Haartyp wählen

Häufig wählen wir Haarpflege in erster Linie nicht nach der Wirksamkeit, sondern eher nach dem Duft aus. Dabei kann es sehr förderlich für Spliss sein, wenn du beispielsweise einen Conditioner oder ein Shampoo gegen fettiges Haar wählst, obwohl deine Mähne eher trocken ist. Es gibt nicht umsonst spezielle Locken Shampoos oder welche für trockenes Haar. Auch die Styling-Produkte solltest du entsprechend deines Haartypes wählen. Ein schweres Leave-In versorgt das Haar zwar mit Feuchtigkeit, kann feines Haar jedoch beschweren (Spaghetti-Alarm), ein zu starkes Haargel kann bei feinerem Haar eine starke Kruste bilden, die dann wieder auf lange Sicht zu Haarbruch und eben Spliss führen kann.

Tipp 6: Haaröl in die Spitzen, bitte!

Um Spliss zu vermeiden, müssen wir uns besonders um unsere Spitzen kümmern. Die Haarspitzen sind immer der älteste Teil eines Haares und brauchen viel Pflege. Ein Spitzenserum oder ein Haaröl zwischen den Haarwäschen ist ein gutes Mittel gegen Spliss und Feuchtigkeitsverlust. Das gilt besonders dann, wenn die Außenluft durch den Sommer oder durch Heizungen trocken ist.

Tipp 7: Die Haare nicht trockenrubbeln

Gerade wenn es morgens schnell gegen muss, neigen wir dazu, unsere nassen Haare einmal kurz durch das Handtuch zu rubbeln. Das hat schon Mutti bei uns gemacht! Da hatte Mutti aber leider unrecht. Die feuchten und dadurch empfindlichen Haare reiben sich aneinander und am Handtuch auf. Das raut die Haaroberfläche auf, wodurch das Haar Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und trocken wird. Auch hier ist Spliss eine Folge. Am besten ist es, wenn du deine nassen Haare in einen Turban wickelst und dich erst einmal parallel anziehst oder schminkst. So kann deine Mähne langsam antrocknen, bevor du den Föhn ansetzt.

Zudem sind raue Baumwoll-Handtücher nicht die beste Wahl beim Haarewaschen. Microfaser-Handtücher sind feiner und weicher in ihrer Struktur und dadurch schonender zum Haar.

Tipp 8: Schlafe auf Seidenkissen

Wie auch die Rubbelei mit dem Handtuch kann ein Baumwollkissen Spliss begünstigen. In der Nacht bewegst du dich, rollst dich von der einen auf die andere Seite und kuschelst dich so richtig schön in dein Kissen. Die raue Struktur einer Baumwolle zerzupft dir nicht nur die Frisur und sorgt für Frizz, sie raut deine Haare auch auf und kann Spliss verursachen.

Kissenbezüge aus Seide sind hingegen sehr glatt. Sie lassen die Haare in Ruhe und wirken zudem noch antistatisch – also vermeiden Frizz am Morgen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Seide antibakterielle Eigenschaften hat und somit auch gut für deine Haut ist.

Tipp 9: Kein Metall in den Haaren

Wie auch schon in Sachen Haarbürste solltest du auch bei anderen Styling-Tools möglichst auf Metallteile verzichten, um Spliss zu vermeiden. Das gilt zum einen für Haargummis mit Metallverbindungen, aber auch für Haarnadeln und Klammern. Diese Metallteile sind häufig minimal scharfkantig und reiben die Hornschicht deiner Haare auf. Besser sind Haar-Accessoires ohne Metall.

Tipp 10: Regelmäßig die Spitzen schneiden

Ja, ich weiß, dieser Tipp ist richtig öde, aber er ist so wichtig. Wenn man nämlich seine Spitzen gar nicht erst spröde und trocken werden lässt, gibt’s auch keinen Spliss. Wer seine Haarspitzen regelmäßig schneidet oder schneiden lässt, sorgt dafür, dass sie gesund bleiben und nicht brechen. Wenn du keinen besonderen Haarschnitt möchtest, sondern du dir nur die Spitzen schneiden willst, kann du auch versuchen, die dir Haare selber zu schneiden.

Das passende Werkzeug ist dabei unerlässlich. Allen voran die richtige Schere. Es muss unbedingt eine Haarschneide-Schere sein und kein Modell aus der Küche oder Bastelschublade der Kinder. Diese Scheren sind nämlich nicht scharf genug, was dazu führen kann, dass die Schnittkante fransig wird und dadurch Spliss entsteht.

Eine weitere Möglichkeit, sich selbst die Spitzen zu schneiden, ist mit Hilfe so genannter Spitzen Trimmer. In diese Geräte legt man Strähne für Strähne ein und eine rotierende Klinge kürzt abstehende und trockene Haarspitzen. Der bekannteste Spitzen Trimmer ist wohl der Split Ender. Die Bewertungen sind durchwachsen. Für einige funktioniert er super, andere sind enttäuscht. Es sei aber gesagt, dass es sehr wichtig ist, die Anleitung genau zu befolgen.

Tipp 11: Die richtige Haarlänge wählen

Die richtige Haarlänge wählen? Ganz richtig gelesen. Es gibt Haarschnitte und Haarlängen, die echte Spliss-Monster sind. Ganz oben auf der Liste steht leider unser Liebling – der Long Bob. Bei diesem Schnitt liegen die Haare auf der Schulter auf. Die Spitzen reiben also den lieben langen Tag auf unseren Schultern herum und können aufsplittern. Auch Stufen, die auf Schulterlänge sind, sind splissanfälliger als kürzere oder längere.

Tipp 12: Zopf ja, aber nicht ständig

Damit die Haarspitzen eben nicht ständig offen auf den Schultern und der Kleidung reiben, solltest du die Haare hin und wieder auch einmal in einen Dutt oder Zopf hochstecken. Allerdings sollte der Zopf nicht zu straff sein. Denn auch das kann Haarbruch an der Stelle verursachen, die ständig im Zopfgummi hängt. Dass an deinem Haargummi möglichst keine Metallteile angebracht sein sollten, haben wir in Tipp neun ja bereits erläutert.

Tipp 13: Die Haare vor starker UV-Strahlung schützen

So sehr wir den Sommer und ausgedehnte Tage am Strand (natürlich mit ausreichend Sonnencreme) auch lieben, so sehr schadet die Sonne den Haaren. Besonders die Kombination aus Salzwasser oder Chlorwasser und Sonne trocknet die Haare aus und das wiederum kann Haarbruch und Spliss verursachen. Obendrein kann UV-Strahlung die Farbe bei colorierten Haaren verändern. Davor und vor Feuchtigkeitsverlust durch die Sonne schützen Schatten und ein UV-Schutz für die Haare. Die Leave-In-Pflege mit Lichtschutzfaktor versorgt das Haar mit Feuchtigkeit pflegt sonnengeplagte Strähnen.

Tipp 14: Richtig färben und bleichen

Neue Haarfarben machen Spaß und diesen Spaß wollen wir dir auch gar nicht nehmen. Allerdings bedeutet eine Coloration oder Blondierung auch immer Stress für dein Haar. Wichtig ist daher, dass du bei blondiertem Haar beispielsweise nur den Ansatz nachfärbst und nicht jeden Mal auch die Längen und Spitzen. Das ist nahezu tödlich für deine Haare. Gleiches gilt für coloriertes Haar. Wenn du hier nachfärbst, solltest du dich ebenfalls eher auf den Ansatz und für den Übergang vielleicht auf das erste Viertel deiner Haarlängen konzentrieren.

Kann man Spliss reparieren?

Die klare und kurze Antwort lautet: Nein! Ganz gleich, ob zahlreiche Hersteller mit Produktnamen wie "Spliss Repair" werben oder nicht. Wenn sich deine Haarspitzen in zwei Enden oder im Tannenbaum-Style splissen, kannst du sie nicht einfach wieder zusammenkleben. Schön war’s. Gegen vorhandenen Spliss hilft nur der Schnitt mit einer scharfen Schere. Danach kannst du mithilfe unserer Anti-Spliss-Tipps aber neuem Spliss vorbeugen und dein Haar bleibt länger gesund.

Ist es schlimm, wenn man Spliss hat?

Es ist nicht schlimm, wenn du Spliss hast. Es kann aber schlimm für dein Haar werden, wenn du nichts dagegen tust. Spliss ist ein Anzeichen für trockenes und strapaziertes Haar. Er ist quasi ein Hilferuf nach mehr Feuchtigkeit und Pflege. In den meisten Fällen kannst du Spliss mit einem Besuch beim Friseur und der anschließend richtigen Haarpflege den Garaus machen. Es ist also nicht schlimm, wir alle haben oder hatten ihn schon.