Haarpflege Ratgeber

Das sind die besten Haaröle ohne Silikone

Du suchst nach einem nährenden Haaröl ohne beschwerende Silikone? Wir haben die besten Produkte direkt zum Nachshoppen für dich.

Haaröle ohne Silikone
Haaröl ohne Silikone: Die besten Produkte für jedes Haarbedürfnis Foto: iStock/ Sofia Zhuravets

Als Naturlocken-Kopf pflege und style ich meine Haare nach der so genannten Curly Girl Methode. Kurz gesagt, verzichte ich bei der Haarpflege auf Sulfate, austrocknende Alkohole, Parabene und Silikone. Wenn man sich das erste Mal damit befasst, fällt einem auf, in wie vielen Produkten Silikone enthalten sind. So auch in Haaröl. Ob Lockenkopf oder nicht: Hier kommen die besten Haaröle ohne Silikone.

Welches Haaröl ohne Silikone ist das beste?

Ein gutes Haaröl ohne Silikone ist grob gesagt ein natürliches Haaröl. Gerade in den aktuell gehypten Haarölen wie beispielsweise von Moroccanoil, Olaplex oder Gisou sind häufig mehrere Arten von Silikonen enthalten. Daher ist ein Blick in die Inhaltsstoffe unerlässlich.

Veda – Reines Argan-Öl

Mein ganz persönlicher Liebling und Tipp für ein Haaröl ohne Silikone ist naturreines Argan-Öl. Argan-Öl hat viele Vorteile: Es kann sowohl fürs Haar als auch für die Haut verwendet werden, es zieht schnell ein, zähmt fliegende Haare und Frizz. Zudem bringt es die Haare zum Glänzen und versorgt es mit pflegendem Vitamin E sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen und schützt das Haar mit seinen Fettsäuren vor dem Austrocknen. Das reine und natürliche Argan-Öl von Veda kannst du entweder pur als Spitzenpflege auftragen oder du gibst einige Tropfen in deine Haarpflege, um sie reichhaltiger zu machen.

Fable & Mane – HoliRoots Hair Oil Mist

Wenn dir reichhaltige Öle zu schwer sind, weil du beispielsweise eher feines Haar hast, dann empfehle ich das HairRoots Hair Oil Mist von Fable & Mane. Das Zwei-Phasen-Öl muss vor der Anwendung kräftig geschüttelt werden, sodass sich die Öl- mit der Wasserphase vermischt. Anschließend sprühst du das Haaröl in die Längen und Spitzen. Das Oil Mist beinhaltet verschiedene Pflanzenöle wie Olivenöl oder Sesamöl, Extrakte aus Hibiskus, Rosmarin und Ingwer sowie pflegendes Vitamin E und feuchtigkeitsspendendes Glyzerin. Eine tolle Pflege für trockenes Haar für zwischendurch, die du auch super auf Reisen oder zum Strand mitnehmen kannst.

L'Oréal Paris Elvital – Dreamlength No Frizz Serum

Das L’Oréal das Dreamlength No Frizz Serum ist zwar nicht direkt als Haaröl deklariert, dennoch finden wir hier Öle im Produkt. Darunter Rizinus-Öl und Kakaobutter. Außerdem stecken in dem Haaröl Gylzerin, Vitamin E und kräftigende Proteine. Was wir hingegen nicht finden: Silikone, Paraffine und Parabene. Diese Anti-Frizz-Pflege eignet sich für jeden Haartyp und pflegt täglich, ohne die Haare dabei zu beschweren.

My Rapunzel – Pflegendes Haaröl in Bio-Qualität

Eine Mischung aus kaltgepresstem, reinen Argan-Öl aus biologischem Anbau, Sonnenblumen-Öl, Rizinus-Öl, Vitamin E und Aleo Vera Saft bietet das pflegende Haaröl von My Rapunzel. Das Bio-Öl spendet trockenem Haar Feuchtigkeit und gibt stumpfen Haaren Glanz. Das Haaröl kannst du ganz nach Belieben in deine Spitzen massieren. Auswaschen ist nicht nötig; du kannst du Pflege als Leave-In einfach im Haar lassen und die feuchtigkeitsspendende Wirkung genießen. Natürlich verzichtet der Hersteller auch in diesem Haaröl auf Silikone, Parabene und Mikroplastik.

Herblitz Berlin – Lavendel CBD Haaröl

Im Lavendel CBD Haaröl von Herblitz Berlin finden wir neben Lavendelextrakt und Hanf-Öl auch noch Mandel-Öl und Avocado-Öl. Synthetisch hergestelltes Cannabidiol soll eine beruhigende Wirkung auf gereizte Kopfhaut haben. Dieses Haaröl ohne Silikone hat mehrere Möglichkeiten für eine Anwendung:

  • Als Haarkur vor der Wäsche in gesamten Haar und auf der Kopfhaut verteilen und je nach Belieben zehn Minuten einwirken lassen

  • Als Leave-In nach der Haarwäsche in den handtuchtrockenen Längen und Spitzen verteilen, anschließend wie gewohnt frisieren

  • Als Anti-Frizz- und Spitzenpflege für Zwischendurch ganz nach Belieben in die trockenen Spitzen kneten, oder in den Händen verteilen und über die Längen streichen

Noch mehr natürliche Haarpflegemittel

Bei Haarausfall gilt Rosmarin für die Haare als echter Geheimtipp – wir haben noch weitere natürliche Pflegemittel für euch zusammengestellt >>

Apfelessig für die Haare | Olivenöl für die Haare | Shampoo ohne Sulfate | Salzspray für die Haare | Kokosöl für die Haare | Rizinusöl-Shampoo | Arganöl für die Haare | Bio-Shampoo | Haare mit Reiswasser waschen |

Sind Silikone wirklich so schädlich für die Haare?

Silikone in Beauty-Produkten für Haut und Haar per se zu verteufeln und als schlecht zu bezeichnen, ist nicht unbedingt richtig. Silikone sorgen dafür, dass sich kleine Minirisse in den Haaren auffüllen und sich die Schuppenschicht glättet, wodurch sie gesund aussehen und glänzen. Silikone sind zudem dafür zuständig, dass sich das Haar geschmeidig anfühlt und sie können fliegende Haare und Frizz verhindern.

Daher sind Silikone beispielsweise für normales Haar mitunter sogar von Vorteil, da sie das Haar in seiner Struktur glätten und es dabei nicht fettig aussehen lassen. Auch trockenes Haar kann von der Wirkung von Silikonen profitieren, da sie sich wie ein Schutzmantel um die Haarfasern legen und sie vor weiterem Austrocknen bewahren. Silikone sind zudem sehr hitzebeständig und schützen das Haar, wenn du es mit dem Glätteisen, Föhn oder Lockenstab stylst.

Für andere Haartypen wie beispielsweise Naturlocken und Wellen kann die Anwendung von Haarpflegeprodukten mit Silikonen jedoch auch Nachteile mit sich bringen. Diese können folgende sein:

  • Silikone können die Haare beschweren: Legen sich die Silikone wie ein Schutzmantel um die Haare, können diese an Sprungkraft verlieren und sich aushängen. Das kann dafür sorgen, dass von Natur aus lockiges oder welliges Haar beschwert wird und sich weniger kringelt als es gern würde. Auch sehr feines Haar kann durch zu schwere Silikone schnell platt wirken.

  • Silikone können Build-up verursachen: Viele Silikone sind nicht wasserlöslich. Um sie vom Haar zu lösen, brauchst du in deinem Shampoo Sulfate, Seifenstoffe. Wenn du ein Shampoo ohne Sulfate mit silikonhaltigen Pflegeprodukten kombinierst, wird das Silikon nicht gänzlich vom Haar entfernt. Mit jeder neuen Pflegeschicht baut sich das Silikon um dein Haar herum mehr und mehr auf. Dieser so genannte Build-up-Effekt lässt die Haare dann strähnig und platt aussehen. Es kann auch zu Schuppen kommen, die von den Produktablagerungen herrühren. Da hilft dann nur ein Tiefenreinigungsshampoo.

  • Silikone können in das Grundwasser gelangen: Silikone sind Kunststoffe, die häufig nicht wasserlöslich sind und somit über die Dusche und Abwasserleitungen ins Grundwasser gelangen können. Anders als Plastik bestehen Silikone jedoch zumindest nicht aus Mineralöl, dennoch sind es synthetisch hergestellte Stoffe, die die Umwelt beeinflussen können.

Wie erkenne ich Silikone in Haaröl?

Silikone in Haarölen erkennst du zum einen am Gefühl, wenn du es zwischen den Händen verreibst und zum anderen, wenn du einen Blick in die Inhaltsstoffe wirfst. Silikonhaltige Beauty-Produkte haben häufig ein sehr seidiges oder samtiges Hautgefühl. Sie fühlen sich bei der Anwendung, anders als pflanzliche Öle, nicht ölig an, sondern gleiten über die Haut.

Wenn du dir die Inhaltsstoffe-Liste ansiehst, kannst du Silikone zudem ganz einfach an den Wortstämmen -icon oder -oxan erkennen. Ich liste dir gern einige Beispiele auf.

Wasserunlösliche Silikone:

  • Dimethicone

  • Dimethiconol

  • Cetaryl Methicone

  • Cetyl Dimethicone

  • Cyclopentasiloxane

Bedingt wasserlösliche Silikone:

  • Amodimethicone

  • Behenoxy Dimethicone

  • Stearoxy Dimethicone

Wasserlösliche Silikone:

  • Dimethicone Copolyol

  • Polysiloxane

  • PEG/PPG-14/4 Dimethicone

  • Cetyl Dimethicone Copolyol

  • Laurylmethicone Copolyol

Silikone werden erst wasserlöslich, wenn sie mit anderen Stoffen wie Fettsäuren chemisch verändert werden.

Gut zu wissen: Je weiter oben du Silikone in der Inhaltsstoffe-Liste deines Haaröls findest, desto höher ist der Anteil, den sie im Produkt ausmachen.